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Startseite Wirtschaft

Erst Lobeshymnen und Landesverdienstorden für die BionTech-Gründer – Jetzt Schließung der Unternehmen und Verlust von fast 1.900 Arbeitsplätzen

by Karin Hurrle
11.05.2026
in Wirtschaft
Lesezeit: 4 mins read
DRK Haßloch verbreitet Fake News im WOCHENBLATT
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BionTech-Gründer gehen – US-amerikanischer Pharmariese Pfizer übernimmt

Die Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci sind im Januar 2022 mit dem Landesverdienstorden von Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer lobte damals die Verdienste der beiden Mediziner bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei in Mainz. Darüber berichtete der STERN am 26.01.2022. Jetzt kündigt BionTech die Schließung der Werke in Idar-Oberestin und Marburg an, genau wie die Standorte von CureVac in Tübingen. Fast 1.900 Jobs sind davon betroffen. Im Laufe des Jahres will das Unternehmen die letzten Chargen des Covid-Impfstoffes in Deutschland herstellen. Das Unternehmen schließt im Zuge des Umbaus bis Ende 2027 seine Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur. In Deutschland bleiben neben dem Hauptsitz in Mainz nur noch die Bürostandorte Berlin und München erhalten. Die Übernahme des US-amerikanischen Pharmariesen Pfizer ist gesichert.

Die damaligen Lobeshymnen der Ministerpräsidentin Dreyer an die BionTech-Gründer:  „Sie sahen nicht die Widerstände und Risiken. Sie sahen sie vielleicht, aber Sie sind sie bewusst eingegangen. Sie hatten tiefes Vertrauen in die Wissenschaft und Ihre eigene Forschung und sie spürten auch die Verpflichtung in dieser aufziehenden, globalen Krise, alles daranzusetzen, um den Menschen schnellstmöglich zu helfen“. Inzwischen sind auch diese Lobeshymnen verebbt und daraus viele Klagen gegen BionTech geworden. Betroffene klagen auf Schadenersatz wegen Impfschäden. Corona-Impfungen hinterlassen einen gesundheitlichen Scherbenhaufen, der nicht mehr gut zu machen ist. Betroffene, die durch Impfungen krank geworden sind, versuchen über die deutschen Gerichte zu ihrem Recht zu kommen. Doch eine geschädigte Gesundheit kann auch durch Schadenersatz nicht wiederhergestellt werden. Mit vielen Impf-Schäden müssen sich die Gerichte inzwischen beschäftigen. Verständlicherweise taucht immer wieder die Frage auf: Wer trägt die Verantwortung, wenn eine Corona-Impfung gesundheitliche Schäden verursacht? Der Bundesgerichtshof hat nun ein Grundsatzurteil gefällt (Az.: III ZR 180/24): Ärzte, die bis 7. April 2023 im Auftrag des Staates gegen COVID-19 geimpft haben, handeln im hoheitlichen Auftrag – und haften daher nicht persönlich. Soll heißen: Für den Schaden muss der Staat haften. Ein aussichtsloses Unterfangen, dass Betroffene zu einer Entschädigung kommen?

Biontech hat weltweit den ersten SARS-CoV2-Impfstoff entwickelt, der offiziell zugelassen wurde. Er basiert auf Forschungsarbeiten zum Thema mRNA, die die zwei Wissenschaftler bereits vor der Pandemie durchgeführt haben. Der Landesverdienstorden den die beiden BionTech-Gründer von Ministerpräsidentin Dreyer entgegen nehmen konnten, ist die höchste Auszeichnung, die Rheinland-Pfalz zu vergeben hat.

Das Grundsatzurteil des BGH – Was war passiert?

Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen kämpft um Schmerzensgeld, nachdem bei ihm kurz nach einer Corona-Boosterimpfung eine Herzerkrankung festgestellt worden war. Er behauptete, die Impfung sei fehlerhaft verabreicht worden. Auch habe die Ärztin ihn nicht ausreichend über Risiken aufgeklärt. Wegen der gesundheitlichen Folgen könne er nicht mehr arbeiten; seine psychische Gesundheit sei ebenfalls beeinträchtigt. Vor Gericht verlangte er mindestens 800.000 Euro Schmerzensgeld und weitere Entschädigungen. Doch der Bundesgerichtshof (BGH) entschied am 9. Oktober 2025: Für mögliche Impfschäden aus dieser Zeit haften nicht die impfenden Ärzte persönlich, sondern der Staat. Patientenschützer fordern jetzt unbürokratische Hilfe für Betroffene. Am 17.09.2021 wurde der Bundesverband Patientensicherheitsbeauftragter Deutschland e.V. gegründet https://www.bps-deutschland.de/aktuelles-veranstaltungen-des-bpsd/pressemitteilungen, Landesverbände scheint es nicht zu geben.

BionTech zieht sich zurück – US-amerikanischer Pharmariese übernimmt die weitere Produktion

BioNTech vollzieht einen radikalen Umbau, bei dem sich das Unternehmen von der reinen Corona-Impfstoffproduktion zurückzieht und sich zu einem forschungsorientierten Biopharma-Unternehmen wandelt. Während Produktionswerke in anderen Städten schließen, bleibt Mainz das Zentrum für Forschung und Entwicklung.

Fokus auf Krebsforschung: Der Standort Mainz wird zur Zentrale für die Entwicklung von mRNA-basierten Medikamenten gegen Krebs und andere schwere Erkrankungen. Bis 2030 sollen mehrere Onkologie-Kandidaten zur Zulassung geführt werden.

Wachstum vs. Umbau: Trotz Schließungen an anderen Standorten (wie Marburg, Idar-Oberstein) bleibt die Zentrale in Mainz „An der Goldgrube“ unberührt. Allerdings läuft dort eine Transformation bis Ende 2027, was bedeutet, dass Stellen abgebaut, aber auch weiterhin neue Spezialisten gesucht werden.

Führungswechsel: Die Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci verlassen das Management Ende 2026, um ein neues Unternehmen zu gründen, bleiben dem Unternehmen aber als Anteilseigner (ca. 15%) verbunden. ·  

Finanzielle Basis: BioNTech verfügt durch die Pandemie-Gewinne über hohe Cash-Reserven von fast 17 Milliarden Euro, die nun in die Forschung fließen. Der Standort Mainz wird als „Gehirn“ des Unternehmens gestärkt, während die Ära der schnellen Impfstoffproduktion dort endet. Die eigene Herstellung des COVID-19-Impfstoffs in Deutschland wird eingestellt, diese Aufgabe übernimmt vollständig der Partner Pfizer.

Über das Unternehmen Pfizer:
Pfizer ist ein US-amerikanischer Pharmariese mit Hauptsitz in New York City. Obwohl die Gründer deutsche Wurzeln haben, ist Pfizer international tätig. Gegründet wurde das Unternehmen von den Deutschen Auswanderern Karl Pfizer und Karl Erhart im Jahre 1849. Es gibt eine deutsche Tochtergesellschaft Pfizer Pharma GmbH mit Sitz in Berlin, die Teil des US-Konzerns ist. Pfizer hat große Produktionsstandorte in Deutschland, wie beispielsweise das Werk in Freiburg. Pfizer ist vor allem für den COVID-19-Impfstoff in Kooperation mit BionTech bekannt, auch für die Produktion des Medikamentes VIAGRA. Die Geschichte über die beiden Auswanderer kann man auch in der Wirtschaftswoche vom 14.04.2026 nachlesen https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/pfizer-wie-ein-apotheker-und-ein-konditor-den-us-pharma-giganten-gruendeten/100209957.html

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Schlagworte: BionRech-Gründer gehen - US-amerikanischer Pharmariese übernimmtErst Lobeshymnen und Landesverdienstorden für die BionTech-Gründer - Jetzt Schließung der Untrenehmen und Verlust von fast 1900 Arbeitsplätzen
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