Ein „pädophiler Sexualstraftäter“ erzählt seine Geschichte
Immer wieder gewähren Gefängnisse einen Einblick hinter die Kulissen, erlauben auch, dass mit Straftätern gesprochen werden darf. Der Strafvollzug sieht aber auch für Schwerstkriminelle wie Mörder und Vergewaltiger mögliche Therapien und Deradikalisierungsprogramme vor, in der Hoffnung, dass sie danach weniger gefährlich sind. In einer 45-minütigen DOKU zeigt das ZDF, dass allerdings politisch oder religiös motivierte Straftäter „tickende Zeitbomben“ mit hohem Rückfallrisiko sind. Viele würden im Knast noch radikaler oder seien ohne Einsicht ihrer Taten. Das ZDF zeigt aber auch, was hinter Gittern mit diesen gefährlichen Straftätern passiert.
„Ich bin pädophil“, hat der 28-jährige Tim D. erzählt. Er ist ein verurteilter Sexualstraftäter uns als Wiederholungstäter ist er zum vierten Mal in Haft. Er wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, wegen Besitz von Kinderpornografie. In der JVA Aachen unterzieht er sich zusammen mit 33 anderen Gewalttätern einer sogenannten Sozialtherapie, die meisten davon sind Sexualtäter. Im Haus 1 dieser JVA haben die Verurteilten dennoch einen geschützten Raum und mehrmals die Woche Einzel- und Gruppentherapie. Was diese Straftäter hinter Gittern erleben, kann man nicht jeden Tag erfahren, auch dass sie im Knast oft viel Gewalt von Mithäftlingen erleben. In Haft seien dem pädophilen Sexualstraftäter einmal die Zähne ausgeschlagen worden, erzählt er, siehe den Video-Beitrag vom ZDF https://www.zdf.de/video/dokus/knast-in-deutschland-104/knast-in-deutschland-gewalttaeter-im-fokus-100
Um diese Netzwerke im Gefängnis zu erkennen, sind auch spezialisierte Beamte, sogenannte Strukturbeobachter, im Einsatz. Wie ein Puzzle setzen sie Beobachtungen zusammen: Wer spricht mit wem, welche Außenkontakte hat der Gefangene, verhält sich der Häftling plötzlich merkwürdig, oder hat er seine Zelle verändert? All das hat der Strafvollzug im Blick.
Foto: JVA Aachen, A.Savin (WIKIPEDIA)












