Das Telemedizin-Projekt „WebMedX”

Das digitale Netz, das Herzpatienten registriert – Pilotprojekt der Universitätsklinik Würzburg
„Mit WebMedX möchten wir moderne Technik nutzen, um Menschen mit Herzschwäche besser zu begleiten. Unser Ziel ist es, den Behandlungsalltag zu erleichtern, die Versorgung zu verbessern und die wertvolle Zeit des Fachpersonals stärker den Patientinnen und Patienten zu widmen“, verdeutlicht Prof. Stefan Störk, der das Teilvorhaben „Entwicklung von eHF-NET – Telemedizinisches Gesundheitsversorgungskonzept“ am DZHI leitet. Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) in Würzburg ist eine interdiszipläre Einrichtung am Universitätsklinikum, die sich für die Erforschung, Diagnose und Behandlung der Herzschwäche spezialisiert hat. Es verbindet Spitzenforschung mit Patientenversorgung, um neue Therapiemethoden für diese oft unheilbare Krankheit zu entwickeln.
Als Forschungsschwerpunkte wird folgendes angegeben: Untersuchung von Herzinsuffizienz, Entzündungsprozessen, Stoffwechselstörungen (Metabolismus) und der Rolle der Mitochondrien als „Kraftwerke der Zelle“. Als Behandlungsansatz steht die ganzheitliche Betreuung von Patienten, oft in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachdisziplinen im Mittelpunkt. Das DZHI arbeitet an Strategien, um der Entstehung von Herzschwäche vorzubeugen. Als eines von acht integrierten Forschungs- und Behandlungszentren wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, siehe LINK https://www.ukw.de/behandlungszentren/dzhi/schwerpunkte/#:~:text=Das%20Deutsche%20Zentrum%20f%C3%BCr%20Herzinsuffizienz%20(DZHI)%20ist,wurden.%20Jedes%20Zentrum%20hat%20einen%20anderen%20Schwerpunkt.
CD-10: I50 ist der Code für Herzinsuffizienz. Er wird in westlichen Ländern am häufigsten als Hauptdiagnose für stationäre Krankenhausaufenthalte verwendet. Sie betrifft vor allem ältere Menschen und geht häufig mit Atemnot, rascher Erschöpfung, Wassereinlagerungen und akuten Verschlechterungen einher, die eine Klinikeinweisung erforderlich machen. Für viele Betroffene endet die Herausforderung jedoch nicht mit der Entlassung, denn gerade die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt gilt als besonders kritische Phase, in der das Risiko für erneute Komplikationen und Wiedereinweisungen hoch ist. Und mit jeder erneuten Dekompensation steigt das Sterberisiko. „Jeder Patient zeigt ein anderes Krankheitsbild, oft liegen mehrere Begleiterkrankungen vor, und die Behandlung erfordert die Zusammenarbeit von Hausärzten, Kardiologen, spezialisierten Kliniken sowie Pflegefachkräften“, weiß Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter der Herzinsuffizienzambulanz und Klinischen Forschung am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) in Würzburg. „Herzinsuffizienz ist ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig vernetzte Strukturen für die Versorgung chronischer Krankheiten sind“, weiß der Fachmann.
Um die Versorgung zu verbessern, hat das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) gemeinsam mit dem DZHI und dem Servicezentrum Medizininformatik (SMI) und Verbundpartnern das Projekt WebMedX ins Leben gerufen. Das Konsortialprojekt wird im Rahmen der Förderlinie „Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung” des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. In der dreijährigen Förderphase soll das bewährte Konzept der Herzinsuffizienz-Netzwerke (HF-NET) ins digitale Zeitalter überführt werden. Während im erfolgreichen DZHI-Programm HeartNetCare-HF beispielsweise die fachlichen Inhalte der Versorgung entwickelt wurden, liegt der Schwerpunkt jetzt auf der Prozess- und IT-Umsetzung.
Dr. Olaf Iseringhausen, Leiter Team Healthcare Solutions bei Bechtle, sagt: „Mit WebMedX gestalten wir Digitalisierung dort, wo sie unmittelbar Wirkung entfalten kann: in einer besseren, verlässlicheren und stärker vernetzten Versorgung. Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit den medizinischen Partnern eine Lösung zu schaffen, die Menschen spürbar unterstützt und zugleich als Modell für weitere Anwendungsfelder dienen kann“, hier der LINK zum Originalbericht https://healthcare-in-europe.com/de/news/webmedx-digital-netz-herzschwaeche.html
Quellen: Uniklinik Würzbug, healthcare europe.