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Startseite Politik

BILDUNGSPOLITIK in Deutschland: Tiefstand mit Ansage

by Redaktion
08.09.2026
in Politik
Lesezeit: 22 mins read
Die „Reichsbürger“ breiten sich aus wie eine Krake – Szene im Raum Neustadt, Lambrechter Tal und der Südlichen Weistrasse aktiv
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PISA 2025: Deutschlands 15-Jährige schneiden so schlecht ab wie nie zuvor – warum das Schulsystem seit einem Jahrzehnt an Boden verliert, wen es am härtesten trifft und was jetzt dringend geschehen muss

Eine Analyse: zusammengetragen vom Recherche-Team NACHRICHTEN REGIONAL

Fünfundzwanzig Jahre nach dem ersten „Pisa-Schock“ stellt die OECD dem deutschen Schulsystem das schlechteste Zeugnis seiner Geschichte aus. In der an diesem Dienstag veröffentlichten Studie PISA 2025 erreichen die 15-Jährigen in Deutschland in den Naturwissenschaften 486, im Lesen 465 und in Mathematik 464 Punkte – in allen drei Bereichen „die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der PISA-Erhebungen“, wie es im Bericht heißt.5 Rund ein Drittel der Jugendlichen verfehlt im Lesen und in Mathematik das Mindestniveau, gut ein Fünftel scheitert in allen drei Bereichen zugleich.4, 3 Und in kaum einem anderen OECD-Staat hängt der Bildungserfolg so stark vom Elternhaus ab wie hierzulande.7, 5

Die Kernzahlen auf einen Blick •  486 / 465 / 464 Punkte – Naturwissenschaften, Lesen, Mathematik: jeweils der niedrigste Wert, der in Deutschland seit PISA 2000 gemessen wurde.5, 8 •  34 % / 32 % / 27 % – Anteil der 15-Jährigen unter dem Mindestniveau (Kompetenzstufe 2) in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften; seit 2015 hat sich die Risikogruppe in Mathematik und Lesen etwa verdoppelt.4, 8 •  Gut 20 % – verfehlen das Mindestniveau in allen drei Bereichen gleichzeitig.3 •  125 Punkte – Vorsprung des sozioökonomisch begünstigten Viertels vor dem benachteiligten Viertel in den Naturwissenschaften (OECD-Durchschnitt: 85 Punkte).4 •  2 von 100 gegenüber 25 von 100 – Anteil leistungsstarker Jugendlicher aus benachteiligten bzw. privilegierten Familien.5 •  14 OECD-Staaten – darunter Estland, Kanada, die Schweiz und Österreich – liegen klar vor Deutschland.5

1. „Historisch niedrige Kompetenzstände“

Es ist ein Befund, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. „Die Jugendlichen in Deutschland erzielen in Naturwissenschaften, im Lesen und in Mathematik so niedrige Ergebnisse wie noch nie seit Beginn der Pisa-Studien“, fasst das Forschungsteam des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) an der Technischen Universität München den nationalen Bericht zusammen.8 Konkret: 486 Punkte in den Naturwissenschaften (2022: 492), 465 Punkte im Lesen (2022: 480) und 464 Punkte in Mathematik (2022: 475).4, 5 Die Rückgänge in Mathematik (minus 11 Punkte) und im Lesen (minus 15 Punkte) sind deutlich; der Rückgang in den Naturwissenschaften (minus 6) ist nach Angaben der OECD statistisch nicht bedeutsam.4 Damit unterschreiten die Werte sogar jene der ersten PISA-Erhebung aus dem Jahr 2000, die seinerzeit den „Pisa-Schock“ auslöste.5

Wie groß der Verlust innerhalb eines Jahrzehnts ist, zeigt der Blick zurück: 2012 erreichten deutsche 15-Jährige in Mathematik 514 und in den Naturwissenschaften 524 Punkte, 2015 im Lesen 509 Punkte.12 Seither sind 50, 38 beziehungsweise 44 Punkte verloren gegangen. Da nach gängiger Faustregel 20 bis 30 PISA-Punkte etwa einem Lernjahr entsprechen, bedeutet das, so der deutsche PISA-Studienleiter Samuel Greiff: „Das, was die Jugendlichen heute mit 15 Jahren können, das konnten sie vor zehn Jahren schon mit 13 Jahren.“7

Dass Deutschland dennoch „im OECD-Durchschnitt“ liegt, ist nur ein schwacher Trost. Denn dieser Durchschnitt ist selbst auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen gefallen: OECD-weit sanken die Leseleistungen zwischen 2015 und 2025 um 28 Punkte – rund anderthalb Lernjahre –, in Mathematik um 22 Punkte.2 Die OECD-Mittelwerte 2025 liegen bei 482 Punkten in den Naturwissenschaften, 463 in Mathematik und 461 im Lesen.11 Deutschland fällt also nicht allein – aber schneller als der Durchschnitt: Gegenüber 2022 gingen die deutschen Werte in Mathematik und im Lesen stärker zurück als im OECD-Mittel (dort minus 9 beziehungsweise minus 14 Punkte).4

Im internationalen Feld liegen 14 OECD-Staaten klar vor Deutschland, darunter Estland, Kanada, die Schweiz und Österreich; die Niederlande und Frankreich bewegen sich auf ähnlichem Niveau.5 An der Spitze stehen die chinesischen Regionen Peking, Shanghai, Jiangsu und Zhejiang sowie Singapur; zu den zehn besten Systemen in allen drei Bereichen zählen zudem Estland, Japan, Korea, Macau, Taiwan und das Vereinigte Königreich.1, 2 Japan etwa kommt auf 538 Punkte in den Naturwissenschaften, 503 im Lesen und 525 in Mathematik.8 „Wir sind zwar nicht dramatisch abgehängt“, sagt Greiff. „Aber wir werden unserem eigenen Anspruch als Bildungsnation nicht gerecht. Wir spielen nicht mit unter den Top-Staaten.“5

KompetenzbereichDeutschland 2025Deutschland 2022VeränderungOECD-Ø 2025Unter Stufe 2
D / OECD
Stufe 5–6
D / OECD
Naturwissenschaften486492−6 (n. s.)48227 % / 26 %9 % / 7 %
Lesen465480−1546132 % / 31 %7 % / 6 %
Mathematik464475−1146334 % / 35 %8 % / 8 %

Tabelle 1: Ergebnisse Deutschlands bei PISA 2025 im Vergleich zu 2022 und zum OECD-Durchschnitt (Mittelwerte in PISA-Punkten; Anteile unter Kompetenzstufe 2 und auf den Stufen 5–6).

Quellen: OECD, PISA 2025 Results Vol. I; ZIB/TUM, Nationaler Berichtsband; Deutsches Schulportal; OECD-Mittelwerte lt. finnischem Bildungsministerium.1, 3, 4, 11 n. s. = laut OECD statistisch nicht signifikant.

Abbildung 1: Entwicklung der deutschen PISA-Mittelwerte 2000–2025. Nach dem Anstieg der Nullerjahre zeigt der Trend seit 2015 in allen drei Bereichen nach unten.12, 1, 3

2. Ein Drittel ohne Basis – und eine schrumpfende Spitze

Beunruhigender als die Mittelwerte ist die Verteilung. Der Anteil der Jugendlichen, die die Kompetenzstufe 2 – das von der OECD definierte Mindestniveau für die Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitswelt – verfehlen, ist in allen drei Bereichen gewachsen: auf 34 Prozent in Mathematik (2022: 30 Prozent), 32 Prozent im Lesen (2022: 25 Prozent) und 27 Prozent in den Naturwissenschaften (2022: 23 Prozent).4 Gegenüber 2015 hat sich die Risikogruppe in Mathematik um 17 und im Lesen um 15 Prozentpunkte vergrößert – sie hat sich damit binnen zehn Jahren in etwa verdoppelt.4, 8 Gut ein Fünftel der 15-Jährigen verfehlt das Mindestniveau in allen drei Bereichen zugleich.3 Auch OECD-weit ist inzwischen jeder fünfte Jugendliche in allen drei Domänen leistungsschwach – 2022 waren es 16 Prozent.2

Was das praktisch heißt, beschreibt Greiff nüchtern: „Wir meinen eben nicht komplizierte Gedichtsinterpretationen oder Integralrechnung oder sonstige Raketenwissenschaften.“ Es gehe um grundlegende Alltagsfähigkeiten – eine Behördenmail zu verstehen oder eine einfache finanzielle Entscheidung zu treffen.7 Wer Stufe 2 nicht erreicht, kann etwa die Hauptaussage eines mittellangen Textes nicht sicher erfassen oder eine einfache Alltagssituation nicht ohne Anleitung in mathematische Form bringen.4 „Wir haben eine immer größer werdende Gruppe von Jugendlichen, die mit sehr grundlegenden Anforderungen große Probleme haben“, so Greiff.5

Zugleich schrumpft die Spitze. Nur noch 8 Prozent erreichen in Mathematik die Stufen 5 oder 6 (2022: 9 Prozent), 7 Prozent im Lesen und 9 Prozent in den Naturwissenschaften – in allen drei Bereichen weniger als jeder Zehnte.4, 5 Zum Vergleich: 2012 zählten in Mathematik noch 17 Prozent der deutschen Jugendlichen zur Leistungsspitze.14

Die Krise hat eine klare Adresse: die nicht-gymnasialen Schularten. Dort verfehlen 47 Prozent der Jugendlichen in Mathematik, 43 Prozent im Lesen und 37 Prozent in den Naturwissenschaften die Stufe 2 – an Gymnasien sind es 6, 5 beziehungsweise 3 Prozent. Und die Schere öffnet sich weiter: 2022 lagen die Anteile an den nicht-gymnasialen Schulen noch bei 42, 35 und 32 Prozent.4

Was heißt „unter Kompetenzstufe 2“? •  PISA teilt die Leistungen in sechs Kompetenzstufen ein. Stufe 2 gilt als Mindestniveau, das für eine selbstständige Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitswelt nötig ist. •  Lesen: Wer Stufe 2 erreicht, kann die Hauptaussage eines mittellangen Textes erfassen und Informationen nach vorgegebenen Kriterien finden. •  Mathematik: … erkennt ohne direkte Anweisung, wie sich eine einfache Situation mathematisch darstellen lässt. •  Naturwissenschaften: … erkennt die richtige Erklärung für bekannte Phänomene und kann anhand vorgegebener Daten beurteilen, ob eine Schlussfolgerung zulässig ist. •  Die Stufen 5 und 6 markieren die Leistungsspitze: komplexe Situationen mathematisch modellieren, Wissen kreativ und selbstständig auf unbekannte Situationen anwenden.4

3. Herkunft entscheidet – stärker als je zuvor

Der zweite Kernbefund ist ein altbekannter, der sich jedoch weiter verschärft hat. In den Naturwissenschaften erzielen Jugendliche aus dem sozioökonomisch begünstigten Viertel im Schnitt 125 Punkte mehr als jene aus dem benachteiligten Viertel – im OECD-Durchschnitt beträgt der Abstand 85 Punkte.4 Während sich diese Lücke OECD-weit zwischen 2015 und 2025 verkleinert hat, ist sie in Deutschland gewachsen: Die Leistungen der benachteiligten Jugendlichen gingen zurück, die der begünstigten blieben stabil.4 Der sozioökonomische Status erklärt hierzulande 19 Prozent der Leistungsunterschiede, im OECD-Mittel 12 Prozent.3 Dem Bericht zufolge weist der Zusammenhang zwischen Herkunft und Kompetenz in Deutschland den höchsten Wert seit Beginn der PISA-Erhebungen auf.9

„Der Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Status und dem Bildungserfolg ist in Deutschland etwa dreimal so stark wie in Kanada. In Deutschland sind nur zwei von 100 sozial benachteiligten Schülern leistungsstark. Unter sozial Privilegierten sind es 25 von 100.“ Prof. Dr. Samuel Greiff, Leiter der PISA-Studie in Deutschland (TU München), gegenüber dpa5

Der Zuwanderungshintergrund spielt eine Rolle – aber eine kleinere, als die Rohdaten nahelegen. 29 Prozent der 15-Jährigen haben nach PISA-Definition einen Zuwanderungshintergrund. In den Naturwissenschaften erreichen Jugendliche ohne Zuwanderungshintergrund 521 Punkte, die zweite Generation 463, vor dem elften Lebensjahr Zugewanderte 423 und später Zugewanderte 392 Punkte. Werden soziale Herkunft, Geschlecht und Familiensprache herausgerechnet, schrumpfen die Abstände auf 18, 32 und 67 Punkte.4 Greiffs Fazit: „Die Trennlinie läuft nicht zwischen Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungshintergrund, sondern zwischen Jugendlichen aus sozial privilegierten und sozial benachteiligten Familien.“5

Auch die Geschlechterunterschiede folgen dem bekannten Muster: In Mathematik liegen Jungen mit 469 Punkten elf Punkte vor den Mädchen; im Lesen liegen Mädchen (478 Punkte) 25 Punkte vor den Jungen (453 Punkte). In den Naturwissenschaften sind die Unterschiede minimal (Jungen 487, Mädchen 484).4

MerkmalDeutschlandOECD-Durchschnitt
Leistungsvorsprung oberstes vs. unterstes Viertel (sozioökonomischer Status), Naturwissenschaften125 Punkte85 Punkte
Anteil der Leistungsunterschiede, der durch den sozioökonomischen Status erklärt wird19 %12 %
Leistungsstarke unter benachteiligten / privilegierten Jugendlichen2 % / 25 %–
Naturwissenschaften: ohne Zuwanderungshintergrund / 2. Generation / Zuzug vor 11 J. / Zuzug ab 11 J.521 / 463 / 423 / 392 Punkte–
Unter Stufe 2 an Gymnasien / nicht-gymnasialen Schularten – Mathematik6 % / 47 %–
Unter Stufe 2 an Gymnasien / nicht-gymnasialen Schularten – Lesen5 % / 43 %–
Unter Stufe 2 an Gymnasien / nicht-gymnasialen Schularten – Naturwissenschaften3 % / 37 %–

Tabelle 2: Soziale Herkunft, Zuwanderung und Schulform bei PISA 2025 (Deutschland).

Quellen: ZIB/TUM; Deutsches Schulportal; dpa.3, 4, 5

4. Handys, KI, Mobbing: Der Lernalltag der Generation Smartphone

PISA 2025 liefert erstmals breite Daten dazu, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz den Schulalltag prägen. Ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland berichtet, dass Mitschülerinnen und Mitschüler in den meisten oder allen Naturwissenschaftsstunden durch digitale Geräte abgelenkt sind (OECD: 28 Prozent); wer das berichtet, schneidet im Schnitt acht Punkte schlechter ab. Handyverbote wirken: An Schulen mit einem Verbot auf dem Schulgelände ist die Wahrscheinlichkeit digitaler Ablenkung um rund 22 Prozent geringer – 64 Prozent der deutschen Jugendlichen besuchen inzwischen eine solche Schule (OECD: 49 Prozent).4

Künstliche Intelligenz ist im Klassenzimmer angekommen: Die Hälfte der 15-Jährigen nutzt mindestens wöchentlich KI-Chatbots zum Lernen, jeweils 36 Prozent lassen Texte zusammenfassen oder Entwürfe für Hausaufgaben schreiben.4 Die OECD zieht daraus eine differenzierte Bilanz: Schülerinnen und Schüler, die KI nicht zum Verfassen von Schreibaufgaben einsetzen, schneiden besser ab als solche, die es tun. Unter den häufigen Nutzern profitieren jedoch jene, die KI gezielt zum Lernen einsetzen und in der Schule gelernt haben, KI-generierte Informationen zu bewerten.2 Solche Lerngelegenheiten sind allerdings bei sozial begünstigten Jugendlichen häufiger – die OECD warnt vor einer neuen digitalen Spaltung.1

Auffällig sind auch die Befunde zum Schulklima. 31 Prozent der Jugendlichen in Deutschland geben an, mindestens einige Male im Monat von Mobbing betroffen zu sein – deutlich mehr als im OECD-Durchschnitt (20 Prozent). Opfer von Cybermobbing (5 Prozent; OECD: 3 Prozent) erzielen in den Naturwissenschaften im Schnitt 37 Punkte weniger.4 Ein Drittel der Schülerinnen und Schüler hält die Schule für Zeitverschwendung (OECD: 24 Prozent; plus vier Prozentpunkte seit 2022), und der Anteil derer, die sich bei schwierigen Aufgaben besonders anstrengen, ist seit 2022 um knapp acht Prozentpunkte auf 64 Prozent gesunken.4

Es gibt auch Lichtblicke: Rund drei Viertel der Jugendlichen fühlen sich an ihrer Schule zugehörig.7 77 Prozent bezeichnen sich als neugierig (OECD: 73 Prozent).4 Und im erstmals erhobenen modellbasierten Problemlösen – dem strukturierten Lösen komplexer Probleme mit digitalen Werkzeugen wie Algorithmen oder Simulationen – liegt Deutschland im OECD-Durchschnitt und signifikant über dem EU-Schnitt.3 Die OECD merkt allerdings an: Zwei Drittel der Jugendlichen in den OECD-Staaten erreichen hier das relevante Niveau, aber nur die Hälfte verfügt zugleich über Grundkompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Digitale Problemlösefähigkeit ersetzt die Basis nicht – sie setzt sie voraus.2

5. Warum geht es seit 2015 bergab?

Der Verlauf der deutschen PISA-Kurve ist eindeutig: Nach dem Schock von 2000 – damals lag Deutschland in allen Bereichen deutlich unter dem OECD-Durchschnitt – ging es bis etwa 2012 stetig aufwärts; seit 2015 zeigt der Trend nach unten, seit 2018 steil.8, 15 Die Reformen der Nullerjahre – bundesweite Bildungsstandards, ein systematisches Bildungsmonitoring, der Ausbau von Ganztagsschulen, frühe Sprachförderung – wirkten nachweislich.15 „Nach Pisa 2000 haben wir uns deutlich verbessert, das hat unglaubliche Reformkräfte freigesetzt“, sagt Greiff. „Aber seit 10 Jahren beobachten wir einen Knick. Es war offenbar der Eindruck, dass wir jetzt ganz gut dastehen und dass die große Aufholjagd geschafft ist. Und dann wurde das Thema Bildung nicht mehr ganz so wichtig genommen.“5

Zugleich hat sich die Schülerschaft verändert – „keineswegs nur durch Zuwanderung, sondern auch durch Erziehungsmethoden, durch die Art und Weise, wie Familien leben, die Anzahl der Alleinerziehenden, den Einfluss von Bildschirmzeiten und durch Social Media“, wie Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sagt.10 Greiff verweist auf stärkere soziale Unterschiede und zunehmende psychosoziale Problemlagen und benennt drei Problemfelder des Systems: frühkindliche Bildung, Lehrkräftemangel und Digitalisierung.5 Hinzu kommt die Pandemie: Der Bildungsökonom Ludger Wößmann (ifo-Institut) erinnerte am Vorabend der Veröffentlichung daran, dass die 15-Jährigen 2022 in Mathematik „deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau“ lagen – „in einem Ausmaß, das einem verlorenen Schuljahr entspricht“. Seine Befürchtung: „dass die Lücken seither nicht geschlossen worden sind“.17 Die neuen Zahlen bestätigen sie.

Der entscheidende Punkt aber liegt tiefer. „Die Frage ist, wie gut das Bildungssystem auf Unterschiede eingestellt ist“, sagt Greiff. „Viele Staaten schaffen es, unterschiedliche Voraussetzungen in eine Stärke der Vielfalt umzuwandeln.“ In Deutschland gelinge das nicht überall.5 Länder wie Kanada oder Norwegen zeigten, dass hohe Leistungen und mehr Bildungsgerechtigkeit gleichzeitig möglich seien.7 Mit anderen Worten: Nicht die Heterogenität der Schülerschaft ist das Problem, sondern ein System, das sie nicht ausgleicht – und die Nachlässigkeit, mit der Bildung nach der Aufholjagd behandelt wurde.

6. Die Reaktionen: „Inakzeptabel“ – aber „kein Schicksal“

Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Bayerns Kultusministerin Anna Stolz, nannte die Ergebnisse „inakzeptabel“; sie kämen „nach den vergangenen Bildungsstudien aber nicht überraschend“. Die Länder fingen „nicht bei null an“: „Wir stärken die Basiskompetenzen, setzen früher und gezielter bei der Förderung an und entwickeln die Qualität unseres Unterrichts datengestützt weiter.“ Eine nachhaltige Trendumkehr brauche „konsequentes Handeln und auch einen langen Atem, bis getroffene Maßnahmen ihre Wirkung in der Fläche erzielen“.6

Bundesbildungsministerin Prien erklärte: „Unser Bildungssystem in Deutschland steht vor enormen Herausforderungen. Es nützt aber nichts, darüber zu lamentieren. Das ist die Realität, und darauf muss sich das Schulsystem insgesamt besser einstellen.“ Wichtige Weichen seien gestellt: mehr Gewicht für die frühkindliche Bildung, ein besserer Übergang von der Kita in die Schule und die Stärkung der basalen Kompetenzen „Lesen, Schreiben, Rechnen“.5

OECD-Generalsekretär Mathias Cormann mahnte zur Eile: PISA 2025 zeige, dass die Umkehr des Abwärtstrends dringend sei. Die erfolgreichsten Bildungssysteme „konzentrieren sich auf weniger Bereiche in größerer Tiefe, investieren in Lehrkräfte, beziehen Eltern ein und unterstützen gezielt die Schülerinnen, Schüler und Schulen, die es am dringendsten brauchen“. Technologie und KI könnten das Lernen stärken – „aber nur, wenn sie zielgerichtet eingesetzt werden und nicht als Ersatz für Aufmerksamkeit, Anstrengung und Verständnis“.2

Studienleiter Greiff wollte nicht bewerten, „ob wir jetzt vom nächsten Pisa-Schock sprechen müssten“. Die Ergebnisse gäben Anlass zur Sorge, seien aber „kein Schicksal“ – Bildungssysteme könnten sich verändern, wie Deutschland nach dem Jahr 2000 selbst bewiesen habe.5, 9 Als wichtigste Rezepte nennt er frühkindliche Bildung und eine datengestützte Entwicklung des Unterrichts.5

7. Was jetzt dringend geschehen muss – acht Handlungsfelder

Die Diagnose ist nicht neu; neu ist ihre Schärfe. Aus den Empfehlungen des nationalen PISA-Konsortiums, den Schlussfolgerungen der OECD und dem Stand der Bildungsforschung lassen sich acht Handlungsfelder ableiten, in denen sich in den kommenden Jahren entscheidet, ob eine Trendwende gelingt. Sie sind nach Dringlichkeit und Hebelwirkung geordnet – und sie greifen ineinander.

Handlungsfeld 1: Sprache zuerst – und zwar vor der Einschulung

Die Studienautoren nennen als wichtigsten Hebel die frühe Diagnose und Förderung. „Vor allem Kenntnis der Unterrichtssprache ist der Schlüssel zu allen anderen Fächern“, sagt Greiff.8 Deutschland warte häufig zu lange, bis Unterstützungsbedarf erkannt werde.7 Der am 2. September vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf des Kita-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetzes setzt genau hier an: Ab 2027 sollen alle Kinder spätestens mit vier Jahren nach bundesweit einheitlichen Standards auf ihren Sprach- und Entwicklungsstand getestet werden – auch jene ohne Kita-Platz –, mindestens zehn Prozent der Kitas je Land erhalten zusätzliches Personal, der Bund stellt bis 2034 rund 9,25 Milliarden Euro bereit.18, 19 Entscheidend wird sein, dass aus jeder Diagnose verbindlich Förderung folgt – und dass die Kitas das Personal dafür überhaupt finden. Ein Test ohne anschließende Förderung wäre Bürokratie, keine Bildungspolitik.

Handlungsfeld 2: Lesen zur Chefsache machen

Nirgends ist der Absturz so steil wie im Lesen: minus 44 Punkte seit 2015, 32 Prozent unter Stufe 2, an nicht-gymnasialen Schulen 43 Prozent.4, 12 Die OECD beobachtet zudem, dass sich „hastiges Lesen“ – schnell, aber ungenau – zwischen 2018 und 2025 auf neun Prozent nahezu verdoppelt hat, und registriert Einbußen gerade bei jenen Fähigkeiten, die im KI-Zeitalter zählen: Informationen bewerten, Quellen verknüpfen, kritisch lesen.1 Wer nicht sinnentnehmend liest, scheitert auch an Textaufgaben in Mathematik und an naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Nötig sind systematische Leseförderung in allen Fächern der Sekundarstufe I, verbindliche Lesezeiten, regelmäßige Lesediagnostik ab der Grundschule und wissenschaftlich geprüfte Förderformate für die Risikogruppe – nicht als Projekt, sondern als Regelbetrieb.

Handlungsfeld 3: Unterricht datengestützt entwickeln

Zweiter Vorschlag des PISA-Teams: häufige, niedrigschwellige Lernstandserhebungen – nicht für Noten, sondern als Frühwarnsystem, um Rückstände sofort zu bearbeiten, statt sie bis zur achten Klasse auflaufen zu lassen. Vorbild ist Kanada, das hohe Leistungen mit einer deutlich geringeren Herkunftsabhängigkeit verbindet.8, 7 Auch BMK-Präsidentin Stolz kündigt an, den Unterricht „datengestützt“ weiterzuentwickeln.6 Dafür brauchen Schulen erprobte Diagnoseinstrumente, Zeit im Deputat und Fortbildung – und eine Kultur, in der Daten der Förderung dienen und nicht dem Ranking.

Handlungsfeld 4: Ungleiches ungleich behandeln

„Wenn Schulen sehr unterschiedliche Herausforderungen bewältigen müssen, dürfen sie nicht alle gleich ausgestattet werden“, mahnen die Forscher.8 Das Startchancen-Programm von Bund und Ländern, das seit dem Schuljahr 2024/25 rund 4.000 Schulen in benachteiligten Lagen mit zwei Milliarden Euro jährlich fördert, ist der erste große Schritt zu einer Finanzierung nach Sozialindex – erreicht aber nur rund zehn Prozent der Schülerschaft, während gut 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen armutsgefährdet sind.22, 21 Angesichts einer Herkunftslücke von 125 Punkten – 40 mehr als im OECD-Schnitt – spricht viel dafür, das Programm auszuweiten, über seine Laufzeit hinaus zu verstetigen und die Mittelvergabe in allen Ländern konsequent am Sozialindex auszurichten. Dazu gehören Anreize, damit erfahrene Lehrkräfte an die Schulen mit den größten Herausforderungen gehen, sowie multiprofessionelle Teams aus Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und Sprachförderkräften. OECD-Generalsekretär Cormann formuliert es als Kennzeichen erfolgreicher Systeme: gezielte Unterstützung für „die Schülerinnen, Schüler und Schulen, die es am dringendsten brauchen“.2

Handlungsfeld 5: Den Lehrkräftemangel als Qualitätsfrage begreifen

Greiff nennt den Lehrkräftemangel ausdrücklich als eine der zentralen Problemlagen.5 Eine im August vorgelegte Modellrechnung im Auftrag der GEW beziffert die Lücke für 2026 auf rund 55.000 Lehrkräfte, wenn Ganztag, Inklusion und die Förderung an Schulen in schwieriger Lage bedarfsgerecht ausgestattet würden; 2027 und 2028 wächst das Defizit auf etwa 59.000, erst ab 2034 dreht die Bilanz ins Plus.20 Der Geburtenrückgang eröffnet damit ein Zeitfenster: Sinkende Schülerzahlen dürfen nicht in Stellenabbau münden, sondern müssen in kleinere Lerngruppen, Doppelbesetzungen und Förderstunden dort investiert werden, wo ein Drittel der Jugendlichen die Basis verfehlt. Zugleich braucht es eine systematische Nachqualifizierung der zahlreichen Quer- und Seiteneinsteiger sowie verpflichtende Fortbildung in Diagnostik, Sprachbildung und Leseförderung. „Kein Bildungssystem kann besser sein als seine Lehrkräfte“, lautet ein Leitsatz von OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher.23

Handlungsfeld 6: Die nicht-gymnasialen Schularten in den Mittelpunkt rücken

Die Kompetenzkrise ist vor allem eine Krise der Haupt-, Real-, Gesamt- und Gemeinschaftsschulen: Dort verfehlen 47 Prozent in Mathematik, 43 Prozent im Lesen und 37 Prozent in den Naturwissenschaften die Stufe 2 – an Gymnasien sind es drei bis sechs Prozent.4 Diese Schulen unterrichten den Großteil der Risikogruppe und sind zugleich am stärksten vom Lehrkräftemangel betroffen. Mindeststandards müssen dort verbindlich abgesichert werden – mit zusätzlichen Ressourcen, klaren Fördercurricula in Deutsch und Mathematik und einer Aufwertung der Lehrämter für diese Schulformen. Die von OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher immer wieder angestoßene Debatte über die frühe Aufteilung – „kaum ein Bildungssystem sortiert so früh so rigoros“ – bleibt politisch umstritten;24 unstrittig ist nach den vorliegenden Daten, dass das System die Unterschiede, die Kinder mitbringen, derzeit nicht ausgleicht, sondern verstärkt.4, 5

Handlungsfeld 7: Digitale Disziplin und KI-Kompetenz

Ein Drittel der deutschen Schülerinnen und Schüler berichtet von digitaler Ablenkung in den meisten Naturwissenschaftsstunden; Betroffene schneiden acht Punkte schlechter ab. Handyverbote senken die Wahrscheinlichkeit von Ablenkung um rund 22 Prozent.4 Zugleich nutzt die Hälfte der 15-Jährigen wöchentlich KI-Chatbots zum Lernen, 36 Prozent lassen Texte für Hausaufgaben entwerfen.4 Die OECD stellt fest: Wer KI zum Schreiben von Aufgaben nutzt, schneidet schlechter ab – wer aber lernt, KI-Ergebnisse zu bewerten, profitiert.2 Die Konsequenz sind klare, bundesweit vergleichbare Regeln für private Geräte im Unterricht und eine systematische KI-Bildung, die alle Schülerinnen und Schüler erreicht – sonst entsteht, wie die OECD warnt, eine neue digitale Kluft zugunsten privilegierter Kinder.1 Cormanns Maßstab: Technologie „zielgerichtet“ und „nicht als Ersatz für Aufmerksamkeit, Anstrengung und Verständnis“.2

Handlungsfeld 8: Schulklima ernst nehmen – und Bildung wieder zur Priorität machen

31 Prozent der Jugendlichen in Deutschland erleben mindestens einige Male im Monat Mobbing (OECD: 20 Prozent), ein Drittel hält die Schule für Zeitverschwendung (OECD: 24 Prozent), die Anstrengungsbereitschaft sinkt.4 Wer Leistung will, muss auch in Beziehung, Schutz und Motivation investieren: Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, verlässliche Ganztagsangebote. Und schließlich ist Greiffs Diagnose, Bildung sei nach der Aufholjagd der Nullerjahre „nicht mehr ganz so wichtig genommen“ worden, ein Auftrag an Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen.5 Nötig sind eine verbindliche Bund-Länder-Strategie mit messbaren Zielen – etwa der Halbierung der Risikogruppe bis zur übernächsten Erhebung –, ein transparentes Wirkungsmonitoring der laufenden Programme, wie es auch Stolz ankündigt,6 und eine Priorisierung der Bildungsausgaben, die dem Anspruch einer „Bildungsnation“ tatsächlich entspricht.

8. Fazit: Das Zeitfenster ist klein

PISA wird künftig nur noch alle vier Jahre erhoben; die nächste Runde ist für 2029 vorgesehen.3, 15 Die Jugendlichen, die dann getestet werden, sitzen heute in der sechsten und siebten Klasse. Für sie kommen Sprachtests im Kita-Alter zu spät – was zählt, ist, was jetzt in der Sekundarstufe I geschieht: verlässliche Lese- und Mathematikförderung, funktionierende Diagnostik, ausreichend qualifizierte Lehrkräfte an den Schulen mit den größten Herausforderungen. Die Wirkung der frühkindlichen Reformen wird sich frühestens Mitte der 2030er-Jahre in PISA-Daten niederschlagen. Beide Hebel – der kurze und der lange – müssen gleichzeitig bedient werden.

Dass ein Systemwandel möglich ist, hat Deutschland zwischen 2000 und 2012 gezeigt. Er gelang, weil Bildung damals für ein Jahrzehnt oberste politische Priorität hatte. PISA 2025 ist die Rechnung dafür, dass diese Priorität verloren ging. Ob es einen dritten „Pisa-Schock“ gibt, entscheidet sich nicht am Tag der Veröffentlichung in Paris oder Berlin, sondern daran, ob die angekündigten Programme in den Klassenzimmern ankommen – bei den 34 Prozent, die heute an einfachen Rechenaufgaben scheitern, und bei den zwei von hundert benachteiligten Kindern, die es trotz allem an die Spitze schaffen.

PISA 2025 in Kürze •  Was: Das „Programme for International Student Assessment“ der OECD misst seit 2000, wie gut 15-Jährige gegen Ende der Pflichtschulzeit ihr Wissen auf lebensnahe Probleme anwenden können („funktionale Grundbildung“).3, 16 •  Wer: Mehr als 760.000 Schülerinnen und Schüler in 91 Staaten und Volkswirtschaften; in Deutschland rund 6.700 Jugendliche an etwa 250 zufällig ausgewählten Schulen aller weiterführenden Schularten.4 •  Wann und wie: Erhebung von März bis Mai 2025; knapp zweistündiger Computertest plus Fragebögen für Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen.3, 4 •  Schwerpunkt: Naturwissenschaften (wie 2006 und 2015); Nebendomänen Mathematik und Lesen; neu: „Lernen in der digitalen Welt“ (modellbasiertes Problemlösen); zusätzlich ein Englischtest, dessen Ergebnisse 2027 folgen.3, 4 •  Wer forscht: International koordiniert die OECD; national führt das ZIB an der TU München (mit DIPF und IPN) die Studie im Auftrag von Bildungsministerkonferenz und Bundesbildungsministerium durch; Projektleiter ist Prof. Dr. Samuel Greiff.3 •  Grenzen: PISA erlaubt keine belastbaren Vergleiche zwischen Bundesländern und erfasst wichtige, aber nicht alle Bildungsziele.16 •  Ausblick: Umstellung auf einen Vierjahreszyklus; nächste Erhebung voraussichtlich 2029. Weitere Auswertungen folgen 2027 (Fremdsprachen im April, „Lernen in der digitalen Welt“ im Mai).2, 3

Quellen und Anmerkungen

Alle Angaben beziehen sich, soweit nicht anders vermerkt, auf die am 8. September 2026 veröffentlichten Ergebnisse von PISA 2025 (Erhebung Frühjahr 2025). Hochgestellte Ziffern im Text verweisen auf die nachfolgend nummerierten Quellen. Stand der Recherche: 8. September 2026.

[1] OECD (2026): PISA 2025 Results (Volume I): Future-Ready Students. OECD Publishing, Paris, veröffentlicht am 8. September 2026. https://www.oecd.org/en/publications/2026/09/pisa-2025-results-volume-i_5265bfb1.html

[2] OECD (2026): Pressemitteilung „PISA 2025: Students’ reading and mathematics performance declined sharply across the OECD“, Paris, 8. September 2026 (Zitat Mathias Cormann; Übersetzung d. Red.). https://www.oecd.org/en/about/news/press-releases/2026/09/pisa-2025-students-reading-and-mathematics-performance-declined-sharply-across-the-oecd.html

[3] Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) an der Technischen Universität München (2026): PISA 2025 – Nationaler Berichtsband sowie „PISA Kompakt Spezial“, München, 8. September 2026. Berichtsband (PDF): https://www.zib.education/fileadmin/Dokumente/PISA/PISA_2025/PISA2025-Nationaler-Berichtsband.pdf https://www.zib.education/pisa/pisa-2025/

[4] Deutsches Schulportal / Robert Bosch Stiftung (8.9.2026): „PISA-Studie 2025: Die zehn wichtigsten Ergebnisse“. https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/die-zehn-wichtigsten-ergebnisse-der-pisa-studie-2025/

[5] dpa-AFX (8.9.2026): „Pisa-Studie: Deutsche Ergebnisse so schlecht wie nie“ (Roundup mit Zitaten von Samuel Greiff und Karin Prien), abgerufen über finanznachrichten.de. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-09/69517095-wdh-roundup-pisa-studie-deutsche-ergebnisse-so-schlecht-wie-nie-016.htm

[6] dpa-AFX (8.9.2026): „Präsidentin der Bildungsminister: ‚Langer Atem nötig‘“ (Stellungnahme Anna Stolz), abgerufen über finanznachrichten.de. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-09/69517096-praesidentin-der-bildungsminister-langer-atem-noetig-016.htm

[7] ZDFheute (8.9.2026): Ried, Chantal / Billmayer, Luisa: „Pisa-Studie 2025: Deutschland so schlecht wie nie“. https://www.zdfheute.de/wissen/pisa-studie-2025-ergebnisse-deutschland-tiefstand-ranking-100.html

[8] ZEIT ONLINE / dpa (8.9.2026): „Schon wieder ein Pisa-Schock – und nun?“ https://www.zeit.de/news/2026-09/08/schon-wieder-ein-pisa-schock-und-nun

[9] dts Nachrichtenagentur / ad-hoc-news.de (8.9.2026): „Pisa-Studie 2025: Deutschlands Schüler fallen auf Tiefstand zurück“. https://www.ad-hoc-news.de/politik/die-pisa-studie-2025-bescheinigt-deutschlands-15-jaehrigen-einen/70067463

[10]      WELT (8.9.2026): „Pisa-Studie: ‚Die Schülerschaft hat sich verändert‘“ (Äußerungen von Karin Prien gegenüber dpa). https://www.welt.de/politik/article6a9f79fc181cb962d48875a7/pisa-studie-die-schuelerschaft-hat-sich-veraendert.html

[11]      Finnisches Ministerium für Bildung und Kultur / Valtioneuvosto (8.9.2026): „PISA 2025: Students in Finland still perform well above OECD average in science“ (enthält die OECD-Mittelwerte 2025). https://valtioneuvosto.fi/en/-/1410845/pisa-2025-students-in-finland-still-perform-well-above-oecd-average-in-science

[12]      OECD: Programme for International Student Assessment (PISA) – Ergebnisberichte und Datenbanken der Erhebungsrunden 2000 bis 2022 (historische Mittelwerte für Deutschland). https://www.oecd.org/en/about/programmes/pisa.html

[13]      Technische Universität München (5.12.2023): Pressemitteilung „PISA-Studie: sinkende Leistungen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften“ (Ergebnisse PISA 2022). https://www.tum.de/en/news-and-events/all-news/press-releases/details/pisa-study-weaker-performance-in-mathematics-reading-and-science

[14]      Deutsches Schulportal (Stand 6.9.2026): „PISA-Studie: Die wichtigsten Ergebnisse und Reaktionen“ (Ergebnisse PISA 2022 und Sonderauswertungen). https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/die-zehn-wichtigsten-ergebnisse-der-pisa-studie/

[15]      Deutsches Schulportal (22.1.2026): „25 Jahre PISA: (k)ein Grund zum Feiern?“ https://deutsches-schulportal.de/meinung/25-jahre-pisa-kein-grund-zum-feiern/

[16]      Deutsches Schulportal (7.9.2026): „Wer misst hier eigentlich wen? So funktioniert die PISA-Studie“. https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/wer-misst-hier-eigentlich-wen-so-funktioniert-die-pisa-studie/

[17]      WirtschaftsWoche (7.9.2026): Losse, Bert: „PISA 2026: Experte warnt vor seit Jahren sinkendem Bildungsniveau“ – Interview mit Ludger Wößmann (ifo Zentrum für Bildungsökonomik). https://wiwo.de/politik/konjunktur/pisa-2026-experte-warnt-vor-seit-jahren-sinkendem-bildungsniveau/100217100.html

[18]      News4teachers (2.9.2026): „Kita-Reform beschlossen: Tests von allen Vierjährigen, mehr Personal in Brennpunkte“ (Kabinettsbeschluss zum Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz). https://www.news4teachers.de/2026/09/kita-reform-beschlossen-tests-von-allen-vierjaehrigen-mehr-personal-in-brennpunkte/

[19]      ZEIT ONLINE / dpa (2.9.2026): „Kita-Gesetz: Karin Prien will durch Kita-Gesetz frühe Bildung verbessern“. https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-09/kita-gesetz-karin-prien-cdu-tests-foerderung-personal-gxe

[20]      News4teachers (29.8.2026): „Geburtenknick: Lehrkräftemangel könnte schneller nachlassen als erwartet – Studie sieht Chance für bessere Schulen“ (Modellrechnung von Ansgar Klinger und Kai Eicker-Wolf im Auftrag der GEW). https://www.news4teachers.de/2026/08/geburtenknick-lehrkraeftemangel-koennte-schneller-nachlassen-als-erwartet-studie-sieht-chance-fuer-bessere-schulen/

[21]      Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (14.10.2024): „Ein ehrgeiziges Prestigeprojekt“ – Bewertung des Startchancen-Programms. https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/ein-ehrgeiziges-prestigeprojekt

[22]      ZEIT ONLINE / AFP / Reuters (5.12.2023): „Bildung: Experten fordern ‚endlich einen Pisa-Ruck‘“ (Eckdaten des Startchancen-Programms). https://www.zeit.de/gesellschaft/2023-12/pisa-studie-ergebnisse-schueler-schule-gew-dgb-vbe-ifo-reaktionen

[23]      Frankfurter Rundschau (28.2.2024): Hanigk, Julia: „Pisa-Studienleiter attackiert deutsche Lehrer: ‚Kein Bildungssystem kann besser sein als seine Lehrkräfte‘“. https://www.fr.de/panorama/lehrer-bildungssystem-lehrkraefte-schule-schleicher-pisa-studienleiter-oecd-92840733.html

[24]      DER SPIEGEL (20.1.2024): „Lehrer zu bequem? Verband wirft Pisa-Chef Schleicher ‚Stammtischparolen‘ vor“ (mit Schleichers Kritik an der frühen Aufteilung im deutschen Schulsystem). https://www.spiegel.de/panorama/bildung/pisa-studie-lehrer-zu-bequem-verband-wirft-oecd-bildungsdirektor-andreas-schleicher-stammtischparolen-vor-a-cf288f5e-dccf-4dae-8338-7ea624e6a2b2

Hinweis zur Methodik: Die historischen Mittelwerte für Deutschland (2000–2022) entstammen den jeweiligen OECD-Ergebnisberichten; die Werte des Jahres 2000 für Mathematik und Naturwissenschaften sowie 2003 für Naturwissenschaften sind mit späteren Erhebungen nur eingeschränkt vergleichbar, da die Skalen erst mit der jeweils ersten Hauptdomäne (Mathematik 2003, Naturwissenschaften 2006) verankert wurden. Die Umrechnung von PISA-Punkten in „Lernjahre“ (20 bis 30 Punkte) ist eine vereinfachende Faustregel des nationalen Studienleiters.7

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Schlagworte: Bildungspolitik in Deutschland: Tiefstand mit AnsagePisa 2025: Deutschlands 15jährige schneiden so schlecht ab wie nir zuvor
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