Stefan Jakobs seit 1. März 2026 zum Präsidenten des Verwaltungsgerichts ernannt
Im Rahmen einer Feierstunde hat Justizminister Philipp Fernis heute Stefan Jakobs als neuen Präsidenten des Verwaltungsgerichts Trier offiziell in sein Amt eingeführt und den früheren Präsidenten Heribert Kröger in den Ruhestand verabschiedet. Der Einladung zum Amtswechsel waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Justiz, Anwaltschaft, von der Polizei und anderen Behörden und Institutionen gefolgt.
Minister Fernis dankte Herrn Kröger für dessen Tätigkeit in der rheinland-pfälzischen Verwaltungsgerichtsbarkeit: „Sie haben dem Verwaltungsgericht Trier im Lauf Ihrer Karriere in unterschiedlichen Funktionen wertvolle Dienste geleistet. An seiner Spitze haben sie es in seiner Rolle als landesweit zuständiges Gericht für asylgerichtliche Verfahren geprägt, in der es aufgrund der kurzen Verfahrenslaufzeiten bundesweit Beachtung erfahren hat. Für Ihren außergewöhnlichen Einsatz danke ich Ihnen herzlich und wünsche Ihnen für den Ruhestand alles Gute!“
Anschließend gratulierte der Minister Herrn Jakobs zum neuen Amt: „Zum 1. März 2026 haben Sie als Präsident nun die Leitung des Verwaltungsgerichts Trier und damit dem Gericht, an dem Sie vor acht Jahren zum Richter auf Lebenszeit ernannt worden waren, übernommen. Dass Sie für die neue Aufgabe fachlich bestens gerüstet sind, haben Sie während Ihrer langjährigen richterlichen Tätigkeit am Verwaltungsgericht und am Oberverwaltungsgericht gezeigt. Im Justizministerium haben Sie zuletzt zudem Ihre Fähigkeiten in der Justizverwaltung unter Beweis gestellt und waren unter anderem für das Dienstrecht und die Personalentwicklung zuständig. Ich bin daher sicher, dass Ihnen die neue Herausforderung bestens gelingen wird und wünsche Ihnen dafür viel Erfolg und Freude!“
Information:
Stefan Jakobs trat im Dezember 2014 in den Dienst der rheinland-pfälzischen Justiz. Bis September 2015 war er beim Landgericht Bad Kreuznach als Richter auf Probe tätig. Im Oktober 2015 wechselte er an das Verwaltungsgericht Trier, wo er im Dezember 2017 zum Richter am Verwaltungsgericht ernannt wurde. Im Januar 2021 wurde Stefan Jakobs an das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz abgeordnet und dort im Dezember 2021 zum Richter am Oberverwaltungsgericht befördert. Von September 2023 bis Februar 2026 war er an das Ministerium der Justiz abgeordnet und dort Referent u.a. für das öffentliche Dienstrecht. Das Amt des Präsidenten des Verwaltungsgerichts Trier hat Stefan Jakobs seit März 2026 inne.
Heribert Kröger trat im September 1991 in rheinland-pfälzischen Justizdienst. Er war als Richter auf Probe zunächst beim Verwaltungsgericht Koblenz tätig und wurde dort im Juni 1993 zum Richter am Verwaltungsgericht ernannt. Im Mai 1995 wechselte er an das Verwaltungsgericht Trier. Es folgten Abordnungen an das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz von Juli 1997 bis Januar 1998 und von Januar 2010 bis Januar 2011. Anschließend wurde er dort zum Richter am Oberverwaltungsgericht befördert und war in dieser Funktion bis Dezember 2013 tätig. Im Januar 2014 kehrte Heribert Kröger als Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht an das Verwaltungsgericht Trier zurück, wo er im Mai 2017 zu dessen Vizepräsidenten ernannt wurde. Von September 2022 bis Februar 2026 leitete er das Gericht als dessen Präsident.
Das Verwaltungsgericht Trier ist eines von vier Verwaltungsgerichten des Landes Rheinland-Pfalz. Der Zuständigkeitsbereich des Verwaltungsgerichts umfasst die Stadt Trier sowie die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-Saarburg. Seit Juni 2010 werden dort landesweit gerichtliche Asylverfahren konzentriert. Weiterhin besteht dort seit Mai 1998 eine landesweite Zuständigkeit für Disziplinarverfahren für Bundes- und Landesbeamte. Das Gericht hat derzeit insgesamt 58 Beschäftigte, davon 32 Richterinnen und Richter. Nächsthöhere gerichtliche Instanz ist das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz mit Sitz in Koblenz.
Foto: v.l.n.r.: Prof. Dr. Dr. h.c. Lars Brocker, Stefan Jakobs, Justizminister Philipp Fernis und Heribert Kröger











