Bundesärztekammer und Landesärztekammern versprechen Aufklärung der Vorfälle
Die Ärzteschaft hat am 130. Deutschen Ärztetag in Hannover nicht nur davor gewarnt, den Krankenkassen mit dem geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) einen weitreichenden Zugriff auf sensible Gesundheitsdaten von Versicherten zu geben. Es fand auch ein Protest von Medizin-Studentinnen wegen sexualisierten Übergriffen ihrer männlichen Kollegen statt. An dieser Veranstaltung sind mutige Studentinnen ans Mikrophon geschritten, um über solche Vorfälle zu berichten. Es soll u.a. um Einladungen ins Hotelzimmer und unsittliche Berührungen gegeben haben. Am Abschlusstag hatten fünf Medizinstudentinnen ihre Erlebnisse auf dem Kongress geschildert. Die Reaktionen seien enorm gewesen, berichtet auch der NDR Hamburg.
Im Bericht von NR vom 19.05.2026 heißt es: „Cecilia Correa und Yamina Probst waren als Delegierte der Bundesvertretung der Medizinstudierenden auf dem diesjährigen Ärztetag. Ein paar Tage später erzählen sie detaillierter, was sie und ihre drei Mitstudierenden in Hannover erlebt haben: „Teilweise wurden wir angefasst. Gerade in den Abendveranstaltungen. Da waren Hände an Stellen, wo sie nicht hingehörten“, habe Cecilia Correa erzählt. Als sie dann auf dem Podium öffentlich darüber gesprochen hätten, sei Yamina Probst fassungslos gewesen: „Da sind Leute aufgestanden, die unter den Tätern waren und haben geklatscht“, berichtet die Studentin.
Am Ende des Deutschen Ärztetages gab die Bundesärztekammer eine Abschlusserklärung ab, dass eine Aufarbeitung der vorgetragenen Fälle aufgearbeitet werde. In einer späteren Presseerklärung heißt es: „Die Schilderungen von Medizinstudentinnen über Grenzverletzungen und Übergriffe durch Teilnehmende des 130. Deutschen Ärztetages machen uns tief betroffen. Grenzüberschreitendes Verhalten, sexuelle Belästigung sowie jede Form verbaler oder körperlicher Übergriffe sind absolut inakzeptabel und mit dem Selbstverständnis unseres Berufs unvereinbar. Wer die Würde und persönliche Integrität anderer missachtet, verletzt grundlegende Werte ärztlichen Handelns: Respekt, Verantwortung und Achtung gegenüber Mitmenschen“.
Transparenz und Offenlegung von solchem Fehlverhalten seien entscheidend, um notwendige Veränderungen anzustoßen. Es sei deshalb ausgesprochen mutig und absolut richtig, dass sich die betroffenen Studentinnen an den Vorstand der Bundesärztekammer gewandt und ihre Erfahrungen bereits während des Deutschen Ärztetages öffentlich gemacht haben. Dafür gebühre ihnen Anerkennung und großer Respekt.
Die Bundesärztekammer stehe weiterhin an der Seite der Betroffenen und werde sie – auch mit der Möglichkeit unabhängiger juristischer Beratung – umfassend unterstützen. Dazu gehört auch die Aufarbeitung der konkreten Vorfälle. Wichtig sei der Bundesärztekammer dabei, dass die Betroffenen selbst über alle weiteren Schritte zur Aufklärung der Vorfälle entscheiden. „Wir sichern Gesundheit. Eine verlässliche medizinische Versorgung in allen Regionen ist zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge. Dazu gehört ein flächendeckender Rettungsdienst, eine wohnortnahe Krankenversorgung, beste Pflege auch in den eigenen vier Wänden, interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung, spezialisierte Zentren und ein Zusammendenken von Pflege und Krankenversorgung. Wir wollen, dass mehr junge Menschen in Medizin und anderen akademischen Gesundheitsberufen, aber auch in Aus-, Fort- und Weiterbildung in Rheinland-Pfalz ihre Heimat finden und hier bleiben. Dabei gilt es, die Anzahl der Plätze im Medizinstudium, aber auch in allen anderen gesundheitlichen und pflegerischen Berufen konsequent auszubauen. Dr. Klaus Reinhardt geht nochmals umfassend auf die Gesundheitsreform ein und wie wichtig dass die Versorgung von den Menschen ist https://www.youtube.com/shorts/AzpqeHn3lZ8
Fakt ist: Die Gesundheitsreform hat den Patientinnen und Patienten in unserem Lande viele Nachteile gebracht. Und zwar sind gerade Rentnerinnen und Rentner davon betroffen, die ihr Leben lang in die gesetzlichen Kassen einbezahlt haben und durch Kürzungen der Leistungen nun nicht mehr voll versorgt werden können. Es ist auch nicht mehr genügend Pflegepersonal in den Krankenhäusern vorhanden, damit sich um schwerkranke Menschen gekümmert werden kann. Die Folge: Sie müssen sterben, obwohl sie mit einer ordentlichen Versorgung noch leben könnten.













