13 | 12 | 2017

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Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs veröffentlicht ersten Zwischenbericht

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1000 Betroffene melden sich für Anhörungen - Neues Licht fällt auf Mitwisser - Mehrfachbetroffenheit von Missbrauch und Armut aufklären - Heiner Keupp veröffentlichte in seinem Buch den Missbrauchs- und Misshandlungsskandal im Klosterinternat Ettal!!

Berlin, 14.06.2017. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat im Mai 2016 ihre Arbeit aufgenommen. Darüber berichtete auch der SWR am gestrigen Mittwoch. Gestern stellte sie ihren ersten Zwischenbericht der Öffentlichkeit vor. Der Bericht enthält auch erste Erkenntnisse aus vertraulichen Anhörungen. Diese basieren zum Teil aus schriftlichen Mitteilungen an die Kommission.  Zudem enthält der Zwischenbericht auch  Botschaften von Betroffenen an die Gesellschaft und Empfehlungen an die Politik. Prof. Dr. Sabine Andresen, Vorsitzende der Kommission hat sich laut Kommission wie folgt geäußert;  „Die Einrichtung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs war eine wichtige Entscheidung der Politik. Mit diesem Schritt hat sie signalisiert, dass die Gesellschaft bereit ist, Verantwortung zu übernehmen". Dem weiteren Zwischenbericht der Kommission war zu entnehmen, dass sich seit Mai 2016 bei der Kommission rund 1000 Betroffene und weitere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen für eine vertrauliche Anhörung gemeldet haben. Davon hätten bisher etwa 200 Personen angehört werden können. Zusätzlich seien 170 schriftliche Berichte eingegangen. Bei rund 70 Prozent der Betroffenen, die sich bisher an die Kommission gewandt hätten, habe der Missbrauch in der Familie oder im sozialen Nahfeld stattgefunden, gefolgt von Missbrauch in Institutionen, durch Fremdtäter/Fremdtäterinnen und rituellem/organisiertem Missbrauch.

Auch die Interessengemeinschaft "Justizgeschädigter" hatte sich am 27. Mai 2017 getroffen und sich mit dem Thema "Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen" beschäftigt. Die IG hatte bei diesem Treffen die Böhl-Iggelheimer RESOLUTION beschlossen. NACHRICHTEN REGINAL hat am 31.05.2017darüber berchtet.

Der Springer-Verlag veröffentlichte ein Buch von Autor Heiner Keupp, der sich mit dem Missbrauchs- und Misshandlungsskandal im Klosterinternat Ettal, einer traditionsreichen Institution mit Eliteanspruch befasste.. Im Rahmen der Aufdeckungswelle im Jahre 2010 haben – neben vielen Anderen – auch  ehemalige Schüler dieses Internats den Weg in die Öffentlichkeit gesucht und von Erfahrungen sexualisierter Gewalt innerhalb einer Kultur der „schwarzen Pädagogik“ berichtet. Sie gründeten eine Selbsthilfeorganisation und überzeugten die Klosterleitung von der Notwendigkeit einer unabhängigen sozialwissenschaftlichen Studie. Im Rahmen dieser Erhebung haben Betroffene ihre Geschichte erzählt, die einschneidenden lebensgeschichtlichen Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse aufgezeigt und die entsprechenden institutionellen Bedingungen benannt Auf der Basis der erhobenen Daten konnten vor allem systemisch-organisationale Erklärungen gefunden werden für die jahrzehntelang andauernde Gewalt gegen Schüler innerhalb der Benediktinerabtei Ettal. (red.)

 

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