29 | 05 | 2017

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BGH-Urteil zu "Wechselmodell" getrennt lebender Eltern

Bewertung:  / 8

Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts erwartet - Im Zentrum steht das Kindeswohl

Neuesten Pressemeldungen von tagesschau.de vom 27.02.2017 zufolge können nach dem neuesten Urteil des BGH in Karlsruhe (AZ.: XII ZB 601/15) Mütter und Väter, die ihr Kind nach der Trennung im gleichen Umfang wie der Ex-Partner betreuen wollen, diesen Wunsch künftig unter Umständen auch gegen den Willen des Ex-Partners durchsetzen. Das hat der  Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil entschieden. Eine Woche bei Mama, eine Woche bei Papa - das könnte eine Möglichkeit sein, wie getrennt lebende Eltern ihre Kinder betreuen. Dieses Wechselmodell könne künftig auch gegen den Willen des jeweils anderen Elternteils angeordnet werden. Voraussetzung dafür sei: Wenn es für das Kind im konkreten Fall am besten ist, wenn es im regelmäßigen Wechsel von Mutter und Vater betreut wird. Das hat heute der Bundesgerichtshof entschieden.

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Uni Münster erkennt acht Doktortitel wegen Plagiaten ab

Bewertung:  / 5

Professor darf nie wieder Doktoranden betreuen

Nach mehreren Medienberichten vom 27.02.2017 hat die medizinische Fakultät der Uni Münster acht ihrer Absolventen den Doktortitel aberkannt. Auch SPIEGEL ONLINE hat darüber berichtet. Eine Untersuchungskommission hat festgestellt, dass sie bei ihrer Dissertation vielfach abgeschrieben haben. Auch ein Professor sei für seine Nachlässigkeit bestraft worden. Die Fakultät werde nun Aufsichtsbehörden wie etwa Ärztekammern informieren, um überprüfen zu lassen, ob die entzogenen Titel nun unberechtigt geführt würden, sagt Uni-Leiter Norbert Robers. Fünf der Mediziner, die ihren Titel abgeben sollen, hätten bereits vor dem Verwaltungsgericht geklagt, eine Entscheidung stehe noch aus. Laut „Vroniplag.wiki“ ist inzwischen auch die philosophische Fakultät der WWU von zwei Plagiatverdachtsfällen betroffen. Die Verfasserinnen der Doktorarbeiten in den Fächern Soziologie und Psychologie sollen jeweils rund ein Drittel ihrer Dissertationen abgeschrieben haben. Die von der medizinischen Fakultät eingesetzte Untersuchungskommission habe alle Verdachtsfälle zügig untersucht. Der Fachbereichsrat der Fakultät habe konsequent entschieden, so Uni-Rektor Prof. Johannes Wessels. In der Untersuchungskommission, die seit 2014 zwölfmal tagte, wirkten auch auswärtige Experten mit.

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Prof. Dr. med. Karl Heinz Brisch: Der Bindungsforscher

Bewertung:  / 6

Die Meinung des Professors: "Mit einer sicheren Bindund werden die Eltern große Freude an ihrem Kind haben"

"Mit einer sicheren Bindung werden  die Eltern große Freude an  ihrem Kind haben, weil sicher gebundene Kinder eine bessere Sprachentwicklung haben, flexibler und ausdauernder Aufgaben lösen, sich in die Geführswelt von anderen Kindern besser hineinversetzen können, mehr Freundschaften schließen und in ihren Beziehungen voraussichtlich glücklichere Menschen sein werden", das sagt Prof. Dr. med. Karl Heinz Brisch, ein deutscher Kinder- und Jugendlichenpsychiater und Psychotherapeut, Psychiater und Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gruppen. Karl Heinz Brisch ist 1955 in Trier geboren, ist Leiter der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik und Poliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er ist außerdem Lehranalytiker in Stuttgart sowie Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Neurologie. Er ist Autor mehrerer Bücher zum Thema Bindungstheorie, Bindungsstörungen und deren Psychotherapie. Sein Forschungsschwerpunkt ist die frühe Eltern-Kind-Bindung. Hierzu hat er u.a. das Elternprogramm Safe – Sichere Ausbildung für Eltern entwickelt, das sich an werdende Eltern richtet und als Ausbildungs- und Trainingsprogramm zur Förderung einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kindern dienen soll.

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BUCHTIPP: Die Hebel der Macht: und wer sie bedient

Bewertung:  / 4

Parteienherrschaft statt Volkssouveränität - Autor: Hans Herbert von Arnim - Erhältlich bei AMAZON

Und hier die Kurzbeschreibung: "Wenn immer mehr Menschen glauben, Politik werde über ihre Köpfe hinweg gemacht und sei ihrem Einfluss entzogen – ist das ein populistischer Trugschluss? Oder ist der Eindruck der Bürger, sie seien entmachtet, womöglich zutreffend? Soviel Sprengstoff diese Fragen bergen, so analytisch-nüchtern geht der Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim in seiner Systemdiagnose vor. Er belegt: Die Parteienherrschaft hat eine neue Qualität erreicht. Hinter der demokratischen Fassade haben die Parteien einen Machtapparat installiert, der der Volkssouveränität Hohn spricht und absolutistische Züge trägt. Arnim deckt auf, welcher Mittel und Methoden sich die politische Klasse bedient, um die Regeln zu ihrem eigenen Vorteil umzugestalten. Parteienherrschaft und Willkür wirksam zu begrenzen ist dringend geboten!", schreibt er.

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Recht: Verbraucherstreitbeilegung

Bewertung:  / 6

Neue Informationspflichten für Unternehmen

Während Online-Händler bereits seit dem 09.01.2016 über einen leicht zugänglichen Link auf eine Online-Streitschlichtungsplattform auf ihrer Website informieren müssen, müssen Unternehmen ab dem 01.02.2017 weitere Informationspflichten nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz erfüllen.
Grundsätzlich  muss jeder Unternehmer, der mit Verbrauchern Verträge schließt und eine Webseite und/oder Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) verwendet, darüber informieren, inwieweit er sich freiwillig bereit erklärt hat oder durch bestimmte Regeln verpflichtet ist, an einem Schlichtungsverfahren teilzunehmen.Somit gelten ab dem 01.02.2017 weitergehende Informationspflichten für nahezu alle Unternehmen, die im B2C-Bereich agieren.

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Top-Thema Anwaltsinsolvenz - Comeback nach Insolvenz eines Rechtsanwalts ist selten

Bewertung:  / 8

Anwaltsinsolenz hat zur Folge: Den Verlust seiner eigenen Zulassung

Anwaltsinsolvenz und Verlust der Zulassung bedingen sich oft gegenseitig. BGH weist Ausweg durch „überwachte“ Arbeit als Angestellter in einer Sozietät. Kultur der zweiten Chance bleibt für viele Freiberufler eine Illusion. Das hat HAUFE.de am 27.10.2014 veröffentlicht. Wer als Anwalt also finanziell ins Trudeln kommt, verliert nicht nur schnell seine mühsam aufgebaute Praxis, ihm wird zugleich meist die Chance genommen, seinen erlernten Beruf auszuüben, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Nach § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO ist die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft zu widerrufen, wenn der Rechtsanwalt in Vermögensverfall geraten ist, es sei denn, dass dadurch die Interessen der Rechtsuchenden nicht gefährdet sind. Ein Vermögensverfall ist gegeben wenn der Rechtsanwalt in ungeordnete, schlechte finanzielle Verhältnisse geraten ist, die er in absehbarer Zeit nicht ordnen kann, und außerstande ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Beweisanzeichen hierfür sind insbesondere die Erwirkung von Schuldtiteln und Vollstreckungsmaßnahmen gegen ihn.

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Soziale Absicherung: Was 2017 zu beachten ist

Bewertung:  / 5

Tipps für Mittelstand und Existenzgründer

Wer eine Existenzgründung plant, muss die komplexen Regelungen der Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung gut im Blick haben. In seiner Publikation "Soziale Absicherung 2017" informiert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt über den jüngsten Stand.  Im unternehmerischen Tagesgeschäft wird die eigene Absicherung gegen Krankheit und Unfall sowie die Altersvorsorge oft vernachlässigt. Dabei ist das Thema ebenso wichtig wie undurchsichtig; Versicherungspflichten und Details sind häufigen Änderungen unterworfen.  Mit seinem aktualisierten Ratgeber "Soziale Absicherung 2017" beleuchtet der DIHK auf 60 Seiten den Status quo. Für die neue Auflage wurden die Rechengrößen und Beispielrechnungen an die aktuellen Werte angepasst und rechtliche Änderungen eingearbeitet.

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