25 | 02 | 2018

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Flüchtling aus Rheinhessen-Fachklinik geflohen – Zweiter Fall wird nach SWR-Recherchen bekannt

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Notarzt hielt Flüchtling für suizidgefährdet - Rheinland-pfälzische CDU fordert Aufklärung 

Mainz. Nach SWR-Recherchen ist bereits im September vergangenen Jahres ein Abschiebehäftling aus der Rheinhessen-Fachklinik in Alzey entwichen. Bei dem Geflohenen handelt es sich um einen 33-jährigen Marokkaner, der aus dem Abschiebegfängnis der Landesaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende Ingelheim in die Alzeyer Klinik verlegt worden war. Der Grund: Ein Notarzt hielt ihn für suizidgefährdet und hatte seine Verlegung nach Alzey angeordnet. Auf Nachfrage erklärte das zuständige Ministerium für Integration, zum Zeitpunkt seiner Flucht sei er von zwei Kräften eines Sicherheitsdienstes bewacht worden. Der Mann habe ein kurzes Gespräch der bewachenden Security-Mitarbeiter mit Beschäftigten der Klinik zur Flucht genutzt. Er sei über eine Mauer vom Gelände der Rheinhessen-Fachklinik in unbekannte Richtung entwichen. Warum der Fall bislang nicht veröffentlicht wurde, dazu hält sich das Ministerium bislang bedeckt.

Der Landkreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen bestätigte dem SWR, die Person habe sich von Januar 2016 bis vermutlich Februar 2017 in deren Zuständigkeitsbereich aufgehalten und sei dann untergetaucht. Im August 2017 sei die Person bei einer Routinekontrolle der Polizei Bexbach (Saarland) aufgegriffen und festgenommen worden. Danach sei sie in die Abschiebehaft nach Ingelheim gekommen.

Der nun bekannt gewordene Fall ist der zweite Fall einer Flucht eines Flüchtlings aus der Rheinhessen-Fachklinik im vergangenen Jahr. Im Oktober 2017 hatte der Fall Hicham B. für Schlagzeilen gesorgt. Der 27-jährige Marokkaner war ebenfalls aus dem Abschiebegefängnis Ingelheim zur Behandlung in die Alzeyer Fachklinik verlegt worden, nachdem er die Matratze in seiner Zelle angezündet hatte. Trotz Bewachung durch Sicherheitskräfte konnte auch er fliehen. Der Fall hatte vor allem deshalb für Aufsehen gesorgt, da der Abschiebehäftling angekündigt hatte, „mehrere Menschen mit in den Tod“ nehmen zu wollen.

Adolf Kessel, Beauftragter für Integration der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, fordert jetzt Aufklärung durch die Landesregierung: „Warum hat die Landesregierung diese Flucht nicht öffentlich gemacht? Wie viele dieser Fälle gibt es noch? Warum hat man nicht einmal in diesem Kontext erwähnt, dass es aktuell weitere flüchtige Abschiebehäftlinge gibt? Wir erwarten, dass die Landesregierung umgehend Stellung zu diesem Vorfall nimmt.“ (red.)

 

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