25 | 09 | 2017

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Neustadt an der Weinstrasse: "NS-Psychiatrie in der Pfalz"

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Wanderausstellung im Stadtmuseum der Villa Böhm - Vom 13. Dezember 2014 bis 25. Januar 2015

Am Freitag, 12.12.2014 um 19 Uhr wird die Wanderausstellung "NS-Psychiatrie in der Pfalz" offiziell vom Kulturdezernent der Stadt Neustadt, Ingo Röthlingshöfer, in der Villa Böhm, Villenstraße 16b/Maximilianstraße 25, 67433 Neustadt an der Weinstraße eröffnet. Die Wanderausstellung ist vom 13. Dezember 2014 bis einschließlich 25. Januar 2015 für alle interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte zugänglich. Mit der Wanderausstellung "NS-Psychiatrie in der Pfalz" haben das Pfalzklinikum und der Bezirksverband Pfalz ein Bildungsangebot geschaffen, das die Auseinandersetzung mit den menschenverachtenden Maßnahmen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik in der Region unterstützen soll. Menschen, aus der gesamten Pfalz wurden Opfer der NS-Psychiatrie. Die Ausstellung liefert Hintergrundinformationen zu diesen schrecklichen Vorgängen - und sie macht deutlich, dass hinter den Opferzahlen Menschen stehen: Ehepartner, Verwandte, Freunde und Nachbarn.

Wenn sich Personen heute für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen einsetzen, dann ist das auch ein Ergebnis der Auseinandersetzung mit der Geschichte. Wo immer man auf Stigmatisierung und Ausgrenzung trifft - es liegt in aller Verantwortung, dem wirksam entgegenzutreten. Die Initiatoren dieser Ausstellung, wie der Bezirksvorsitzende Theo Wieder, der Geschäftsführer des Pfalzklinikums Klingenmünster, Paul Bombke sowie der Kulturwissenschaftler, Dr. Christopf Beyer, danken der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, der Sparkassenstiftung Südliche Weinstraße und der Karl-Fix-Stiftung Landau für die Unterstützung dieses Projektes. Alle an der Ausstellung Beteiligten haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, das Zusammenwirken von Gedanken, Erinnern und heutigem Handeln deutlich zu machen.

Nationalsozialistische Psychiatrie in der Pfalz, das bedeutet: Zwangssterilisationen von Patientinnen und Patienten psychiatrischer Kliniken und von Bewohnerinnen und Bewohnern pfälzischer Dörfer und Städte ab 1934; staatlich organisierter, heimlich durchgeführter Krankenmord von 1940 bis 1941; Deportation und Ermordung von "unerwünschten" Patientengruppen; Sterben in der Anstalt Klingenmünster aufgrund von bewußter Mangelversorgung in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges.

Sechzehn Ausstellungen beleuchten diese Vorgänge am Beispiel der pfälzischen Psychiatrie mit dem Schwerpunkt auf der damaligen "Heil- und Pflegeanstalt" Klingenmünster. Texte, historische Dokumente und Bilder erläutern und veranschaulichen die menschenverachtenden Konsequenzen, die die Unterscheidung zwischen vermeintlich "wertvollen" und "minderwertigen" Menschen in der NS-Psychiatrie hatte. Auch der Umgang mit der Vergangenheit nach 1945 ist Thema der Ausstellung.

Ergänzung findet die Wanderausstellung anhand der Aufarbeitung einzelner Neustadter Patientenschicksale, durch das Archiv und Museum der Stadt Neustadt an der Weinstraße und durch Schüler des Grundkurses Ethik MSS 11 vom Neustadter Leibniz-Gymnasium.

Die Lebenshilfe Neustadt möchte anlässlich ihres 50jährigen Vereinsjubiläums an ihre Ursprünge erinnern und mahnen. Als Kontrapunkt zur Wanderausstellung wird die Lebensfreude auf verschiedene Weise in einer eigenen Präsentation dargestellt.

Öffnungzeiten der Wanderausstellung:

Mittwoch und Freitag:    16 - 18 Uhr

Samstag und Sonntag:  11 - 13 Uhr und 15 - 18 Uhr

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