20 | 02 | 2018

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„Mainzer Erklärung“ des Verbands deutscher Musikschulen zur Kongresseröffnung

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Ministerpräsident Kurt Beck verspricht Sicherung der Musikschulen auch bei nicht ausgeglichenen Kommunalhaushalten

Zur Auftaktveranstaltung seines großen Bundeskongresses hat der Verband deutscher Musikschulen (VdM) heute seine „Mainzer Erklärung“ vorgestellt: „Die Schulzeitverdichtung darf musikalische Entfaltung nicht verhindern – Musikalische Bildung braucht Zeiten und Räume in der Schule!“ Musizierende Schülerinnen und Schüler dürfen nicht auf die Verliererstraße der Schulreform geraten, heißt es in dem Papier, das einstimmig von der Bundesversammlung des VdM verabschiedet wurde. Es geht um die Folgen der Ganztagsschule und der verkürzten Gymnasialzeit (G 8) auf die Musikschularbeit. Durch die Verdichtung des Regelunterrichts der allgemein bildenden Schulen bleibt für den Instrumental- oder Gesangsunterricht an den Musikschulen immer weniger Zeit. Gleichzeitig verengt sich die Raumkapazität, die allgemein bildende Schulen den Musikschulen zur Verfügung stellen können.


Die „Mainzer Erklärung“ betont den Stellenwert des Instrumental- und Vokalunterrichts als Teil der Allgemeinbildung, „in der die musikalische Bildung mit ihrem Eigenwert und mit ihren persönlichkeitsbildenden Eigenschaften einen festen Platz hat“. Geeignete Rahmenbedingungen für die musikalische Bildung – zum Beispiel in Form von flexiblen Zeitstrukturen und zeitlichen Freiräumen innerhalb des Schulunterrichts – müssen diesem Stellenwert Rechnung tragen.

Die Musikschulen stehen der Entwicklung von Kooperationsmodellen mit Kitas, Kindergärten und Schulen offen gegenüber und haben hier bereits Pionierarbeit geleistet. Dieses Aufeinanderzugehen darf aber nicht zu Lasten derjenigen Kinder und Jugendlichen gehen, die selbst Musik machen möchten. Weiterhin muss es allen Schülerinnen und Schülern möglich sein, am Unterricht sowie an den weiterführenden musikalischen Angeboten der Musikschulen teilzunehmen.

In seiner Rede zur Eröffnung des Musikschulkongresses betonte Ministerpräsident Kurt Beck die Bedeutung der musikalischen Bildung für die Erziehung junger Menschen. Beck nahm Stellung zur aktuellen Frage der Existenzbedrohung von Musikschulen durch die Kommunalaufsicht in Rheinland-Pfalz und sagte zu, dass in Rheinland-Pfalz auch in nicht ausgeglichenen kommunalen Haushalten die Kommunalaufsicht freiwillige Leistungen für die Musikschulen dulden werde.

Bis zum 22. Mai werden über 1.500 Teilnehmer das umfangreiche Angebot des Musikschulkongresses im Congress Centrum Mainz nutzen, an Arbeitsgruppen, Diskussionsforen und Plenumsveranstaltungen teilnehmen. Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) ist der Zusammenschluss der rund 950 öffentlichen Musikschulen in Deutschland. Der VdM ist der Fach-, Träger- und Interessenverband der öffentlichen gemeinnützigen Musikschulen und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Programm „Kulturelle Jugendbildung“ des Kinder- und Jugendplans des Bundes gefördert. (red.)




 

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