22 | 11 | 2017

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Interregionale Allianz für den Rhein-Alpen Korridor gegründet

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Zusammenarbeit im Korridor zwischen Nordsee und Mittelmeer vereinbart

Am 24. April 2015 wurde in Mannheim die ‚Interregionale Allianz für den Rhein-Alpen Korridor‘ förmlich gegründet. Zuvor hatten Organisationen aus Italien, Deutschland und den Niederlanden bei der Abschlusskonferenz zum EU-geförderten Projekt „Corridor 24 Development Rotterdam-Genoa (CODE24)“ im November 2014 ihre Bereitschaft zur Neugründung bekundet.  Das strategische Projekt CODE24 wurde vor fünf Jahren mit dem 1. Internationalen Korridorkongress in Mannheim gestartet. Es war der Beginn einer sehr erfolgreichen und konstruktiven Zusammenarbeit, die gezielt von der regionalen und  kommunalen Ebene initiiert worden ist. Der Verband Region Rhein-Neckar hatte die Trägerschaft dieses Projekts übernommen.

Es war immer das Ziel von CODE24, dass nach Abschluss des befristeten Projekts die erfolgreiche Partnerschaft nicht zerbricht, sondern die Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann. Diese Kooperation sollte auf einem rechtlich soliden Fundament stehen; daher haben die Partner beschlossen, eine noch relativ neue Rechtsform zu nutzen, die EU-weit Gültigkeit hat, nämlich der Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Hierdurch wird auch besonders der europäische Kooperationscharakter betont. Der Direktor des Verbandes Region Rhein-Neckar, Ralph Schlusche: „Ich freue mich, dass die Gründung des EVTZ unter unserer Leitung gelungen ist. Dieser Verbund gibt uns die Gelegenheit, unsere Belange nachhaltig auf europäischer Ebene zu vertreten.“

Der Rhein-Alpen Korridor

Er ist der wichtigste europäische Korridor und verläuft zwischen Rotterdam und Genua, verbindet die wirtschaftsstärksten Regionen in Europa miteinander. In dieser offiziell als Rhein-Alpen Korridor bezeichneten Nordsüdachse zwischen Mittelmeer und die Nordsee leben rund 70 Millionen Menschen. Dieser zentrale Wirtschafts- und Lebensraum ist mehr als nur eine Transportachse. Daher geht es auch um mehr als Schieneninfrastruktur; es geht um die Gestaltung des Lebensraums auf diesen rund 1300 Kilometern, die durch dicht besiedelte Gebiete verlaufen, die sensible Naturlandschaften berühren und deren zukünftige Entwicklung behutsam geplant werden muss.

Umsetzung der Entwicklungsstrategie

Die im Projekt CODE24 entwickelte gemeinsame Strategie für die Entwicklung dieses Korridors, die dabei gewonnen Erkenntnisse und die gemeinsam definierten Handlungsempfehlungen sollen nun mit vereinten Kräften umgesetzt werden. Dabei wird vor allem auf die bessere und effizientere Nutzung vorhandener Infrastruktur und sowie letztlich den Ausbau der Transportkapazitäten für Personen und Güter geachtet. Gleichzeitig soll durch geeignete Maßnahmen – etwa beim Lärmschutz – die Lebensqualität im Korridor gesteigert werden.

Mit der Gründung des EVTZ soll die enge Abstimmung der Mitglieder des neuen Verbundes auch in Zukunft sichergestellt werden. Denn wichtig ist, dass bei der weiteren Entwicklung die Interessen der Regionen und Kommunen gebührend berücksichtigt werden.

Eine erste Aktivität soll die Beantragung mindestens eines EU-geförderten Folgeprojekts sein; hierzu gibt es schon erste Ideen, die an den Ergebnissen von CODE24 ansetzen. Weiterhin möchte der EVTZ mit Sitz und Stimme im Rhein-Alpen Korridorforum der EU vertreten sein.

Vorstand und Geschäftsstelle des EVTZ

Der neu gewählte und international besetzte Vorstand des EVTZ besteht aus:

der Vorsitzenden: Frau Conny BIEZE, Vice Governor, Provinz Gelderland (NL)
der stellvertretenden Vorsitzenden: Birgit Simon, Erste Beigeordnete, Regionalverband FrankfurtRheinMain.
die Position des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde für einen Vertreter aus Italien reserviert.
Die neue Geschäftsstelle des EVTZ wird beim VRRN in Mannheim angesiedelt sein.
Zum Direktor des EVTZ wurde Jörg Saalbach, Verband Region Rhein-Neckar (VRRN), ernannt.
 
Die Mitglieder des EVTZ:
- Provincie Gelderland
- Duisburger Hafen AG
- Regionalverband FrankfurtRheinMain
- Verband Region Rhein-Neckar
- Stadt Mannheim
- Regionalverband Mittlerer Oberrhein
- TechnologieRegion Karlsruhe
- Stadt Karlsruhe
- Stadt Lahr
- Regionalverband Südlicher Oberrhein.
- Port of Rotterdam Authority*
- Region Piemonte*
- Uniontrasporti*

Genehmigungsurkunden zum Beitritt seitens der nationalen Behörde müssen noch vorgelegt werden. Der EVTZ soll weiter wachsen. Dazu sind Gespräche mit möglichen weiteren Mitgliedern entlang des Korridors im Gange.

Ziele und Aufgaben des EVTZ:

a)    Vereinigung und Bündelung der gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder gegenüber nationalen, europäischen
        und für Infrastruktur zuständigen Institutionen

       Organisation und Umsetzung gemeinsamer Lobby-Aktivitäten für die Entwicklung des Rhein-Alpen-Korridors,
       Vertretung der EVTZ-Mitglieder im EU Rhein-Alpen-Korridor Forum,

b)    Weiterbearbeitung der gemeinsamen Entwicklungsstrategie für den multimodalen Rhein-Alpen-Korridor
       Koordinierung der Regionalentwicklung im Rhein-Alpen-Korridor unter Berücksichtigung lokaler und regionaler Perspektiven
       Berücksichtigung von Transportinfrastruktur-Projekten und Flächennutzungskonflikten entlang des Rhein-Alpen-Korridors

c)    Nutzung von Finanzmitteln für korridorbezogene Aktivitäten und Projekte
        Information der EVTZ-Mitglieder über Finanzierungsmöglichkeiten für korridorbezogene Projekte
        Bewerbung auf neue, EU-finanzierte Projekte und gemeinschaftliche Verwaltung von EU-Finanzmitteln

d)    Bereitstellung einer zentralen Plattform für gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch und Begegnung
       Organisation von Treffen der Mitglieder
       Gewährleistung der Informationsübermittlung
       Weiterbetrieb des im Rahmen des Projekts CODE24 entwickelten Korridor-Informationssystems
       Pflege der im Rahmen des Projekts CODE24 entwickelten Website www.code-24.eu

e)    Verbesserung der Sichtbarkeit und der öffentlichen Wahrnehmung des Korridors
       Organisation von Korridorveranstaltungen (Kongresse, Workshops, etc.)
       Ausarbeitung und Verbreitung von Publikationen (Newsletter, Faltblätter, Broschüren)
       Übernahme und Weiterbetrieb der im Rahmen des Projekts CODE24 entwickelten mobilen Ausstellung.

Informationen zum Projekt CODE24:
An dem seit Anfang  2010 laufenden Projekt CODE24, das von der EU mit 3,8 Millionen Euro unterstützt und als Strategische Initiative anerkannt wurde, waren 18 Partner aus den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz, Italien und Deutschland beteiligt.
Weitere Informationen unter www.code-24.eu
Dort sind auch die Arbeitsergebnisse ersichtlich, die in der Broschüre „Wesentliche Ergebnisse“ zusammengefasst sind. In einer weiteren Broschüre unter dem Titel „One Corridor – One Strategy“ sind die Kernaussagen für die gemeinsamen Entwicklungsziele dargestellt. (red.)

 

 

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