13 | 12 | 2017

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Kirchenkunst von Moritz Götze in der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg

Bewertung:  / 36
SchwachSuper 

„Die schönen Wohnungen des Herrn“ durch künstlerische Neugestaltung

von Karin Hurrle

 

 

 

 

 

 

Pfarrer Sven Baier und der Künstler Moritz Götze gestalten etwas Einmaliges in der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg an der Saale. Von Altar bis zur Decke hat der Künstler den gesamten Innenraum mit emailliertem bunt bemaltem Stahlblech ausgestaltet. Fachlich und theologisch wurde er dabei von Pfarrer Sven Baier bei seinem Vorhaben unterstützt. Weltweit einzigartig sind Götzes Werke und nie zuvor hat sich ein Künstler an eine solche Neugestaltung in einer Kirche gewagt. Immerhin hat die ehemalige Schlosskirche in Bernburg eine über 1000jährige Geschichte. Inzwischen wirbt die Kirchengemeinde in ihrem Flyer für die Schlosskirche St. Aegidien mit „Die schönen Wohnungen des Herrn“. Bereits nach der Wende und zwar im Jahre 1990 hatte man verschiedene Gestaltungsideen für die Kirche, die aber wieder verworfen wurden, weil sie nicht realisiert werden konnten. Etwa 2005 lernten sich der Künstler Moritz Götze und Pfarrer Sven Baier kennen und schmiedeten gemeinsam Pläne für diese einzigartige Neugestaltung. Das dreißig Jahre zuvor entfernte neogotische Kruzifix erhielt 2008 wieder seinen ursprünglichen Platz. Ende des gleichen Jahres besuchten zwanzig Kirchenälteste und interessierte Bernburger Bürger das Atelier von Moritz Götze, um seine ersten Skizzen über die Innenausstattung zu begutachten, die später in seine Modelle übertragen wurden.  Mit Fotogalerie!!

Mühsame Gespräche u.a. mit den Denkmalbehörden über die Bedingungen der Neugestaltung sind diesen Plänen vorausgegangen, bevor letztendlich die Entscheidung zur Verwirklichung realisiert werden konnte. Etwa zeitgleich wurden Sponsoren für das Bildprogramm gesucht, das den gesamten Kirchenraum umfassen sollte. Gestalterisch fügte sich die Deckenmalerei ein, die im Frühjahr 2013 begann und im Sommer des gleichen Jahres beendet werden konnte. Die Südwand des Kirchenraumes wurde im Juli 2014 versehen von inspirierten Szenen aus dem alttestamentlichen Teil der Bibel, die neutestamentlichen Teile an der Nordwand waren Ende des Jahres fertig gestellt.  Im Jahre 2015 wurden beide Bildszenen durch die Gestaltung der Altarwand verbunden. Im Frühjahr 2016 entstand dann der neue Altartisch, so dass das künstlerische Werk nach der Neugestaltung,  die von 2013 bis 2016 dauerte, endlich durch die offizielle Eröffnung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte.

Die ältesten Bauteile der Schlosskirche St. Aegidien Bernburg stammen aus dem 12. Jahrhundert. Das Kirchenschiff mit dem heutigen Kirchenraum wurde im 18. Jahrhundert als reformierte Hofkirche mit Fürstenstuhl und umlaufenden Emporen bis unter die Decke erbaut. Ende des 19. Jahrhundert erfolgte ein vom Geist der Neogotik inspirierter Umbau, bei dem der größte Teil der Emporen entfernt und in romanischer Vierung ein Alttarraum eingebaut wurde. Ende der 1960er Jahre kam es im Zuge einer Renovierung zu einem in dieser Radikalität zunächst nicht geplanten Bildersturm, bei dem die meisten sogenannten Hauptstücke des Kirchenraums zerstört oder beseitigt wurden. Es entstand so eine Leere, deren Wirkung man offenbar nicht vorausgesehen hatte und daher durch verschiedene Provisorien versuchte zu füllen.


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