17 | 01 | 2018

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Thema bei „Zapp“: Europas öffentlicher Rundfunk unter Beschuss

Bewertung:  / 1

Sendung: Mittwoch, 10. Januar, 23.15 Uhr, NDR Fernsehen

„Einseitig“, „politisch gesteuert“, „zwangsfinanziert“ – der öffentlich–rechtliche Rundfunk steht nicht nur in Deutschland unter starkem öffentlichen Druck. In anderen europäischen Ländern ist die Kritik am öffentlich finanzierten Rundfunk zum Teil noch wesentlich massiver, auch bedingt durch das Anwachsen populistischer Bewegungen. „Zapp“ hat Rundfunkanstalten und ihre Gegner in ganz Europa besucht und ergründet, wie die verschiedenen Sender mit der Kritik umgehen – zu sehen in der monothematischen Ausgabe des Medienmagazins am Mittwoch, 10. Januar, um 23.15 Uhr im NDR Fernsehen. Im Mutterland des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, in England, weht der BBC ein sehr rauer Wind entgegen. Zu teuer, zu schwerfällig, politisch einseitig – das sind die Vorwürfe seit Jahren. Dabei hat sie sich inzwischen komplett reformiert, die Zahl der Mitarbeiter verkleinert, sich eine neue Führungsstruktur gegeben. Doch die Kritik reißt nicht ab. BBC-Moderator Nick Robinson: „Unsere Kritiker sehen ihre Angriffe als einen wesentlichen Teil ihrer politischen Strategie. Um zu siegen, müssen sie die Leute davon überzeugen, dass sie den Nachrichten nicht glauben können.“

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101. Deutscher Katholikentag in Münster - Gefangene spielen die "Suche nach dem Frieden"

Bewertung:  / 18

Am 9. bis 13. Mai 2018 mit Forum des Dialogs und der Kommunikation über die Grenzen der Unterschiede hinweg

von Karin Hurrle

Der 101. Deutsche Katholikentag wird vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster stattfinden. Das teilen die Veranstalter auf ihrer Homepage des Trägervereins mit. In der Stadt des westfälischen Friedens und in einem weiten, bunten und vielfältigen Bistum werde ein Fest des Glaubens und der Begegnung und ein Forum des Dialogs und der Kommunikation über alle Grenzen und Unterschiede hinweg gefeiert.  An vier Stellen in Münster können ab sofort Karten für den Katholikentag erworben werden. Unter dem Titel „Suche Frieden“ tanzen und spielen auch Inhaftierte, die das Leitwort des Katholikentags im Mai 2018 in Münster präsentieren. Frauen, die möglicherweise einen Mord hinter sich haben und noch Jahre gegenüber der Kirche St. Georg wohnen werden, sind in diesen "Friedenstanz" eingebunden, auch jene, die wegen leichterer Delikte bereits entlassen werden konnten.  „Sich selbst im Weg stehen“, heißt das Theaterstück, das als multimediales Projekt zusammen mit Kunsttherapeutin Terez Fothy erarbeitet und jetzt von den Frauen vorgeführt wird. „Wir brauchen gute Beziehungen zu unserer Familie, unseren Partnern und Freunden“ sagt sie und weist auf die Sehnsüchte der Anfang 20- bis Ende 50-jährige Gefangenen hin.  Die Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta hat 310 Haftplätze – verteilt auf vier Standorte - und rund 180 Mitarbeitende. Es ist die einzige Einrichtung dieser Art in Niedersachsen. Zur Vollzugsanstalt für Frauen in Vechta gehört eine Außenstelle in Hildesheim. Ein Spendentopf ist bereits von dem neu gegründeten Verein eingerichtet worden, damit dieser Deutsche Katholikentag überhaupt stattfinden kann.

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The 12 Tenors: Millennium Tour am Sonntag, 14. Januar 2018, 20 Uhr Kaiserslautern, Fruchthalle

Bewertung:  / 2

Mit den größten Hits des letzten Jahrtausends - Jetzt Karten im Vorverkauf!!

Mit ihrer neuen Tournee geben THE 12 TENORS eine Hommage an die Welthits des letzten Jahrtausends! In ihrer 2-stündigen Bühnenshow greifen die 12 Ausnahmesänger Musikgeschichte auf. Kraftvoll und einzigartig lassen sie Lieder der verschiedensten Genres wieder aufleben: Lieder, die die Pop- und Rockkultur geprägt haben, Balladen, die Millionen von Menschen berührt haben, und klassische Arien, die wohl bis in alle Zeit überdauern werden. Seien Sie dabei! Genießen Sie einen Konzertabend der Emotionen mit Liedern, die jeder kennt, die jeder liebt, einzigartig interpretiert und speziell für die 12 Tenöre und ihre Band aufwendig arrangiert. Mal gefühlvoll, mal unterhaltend, dann wieder ergreifend oder rockig, untermalt durch eine spektakuläre Lichtshow, eindrucksvolle Choreographien und charmante Moderationen: Diese Show verspricht eine Achterbahn der Emotionen, die Ihre ganz persönlichen Erinnerungen an die größten Hits unseres letzten Jahrtausends aufleben lässt!

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"Die Geheimnisse der Toten" - Dokumentarfilm: Rechtsmediziner Klaus Püschel auf Täterjagd

Bewertung:  / 21

Sendung am Samstag 6. Januar um 14.15 Uhr im ZDF Info

von Karin Hurrle

Gibt es den perfekten Mord? Dieser Frage wird in dem Dokumentarfilm am 06. Januar in ZDF Info von Experten nachgegangen. Einer davon ist der Rechtsmediziner Klaus Püschel, Direktor des Hamburger Instituts für Rechtsmedizin, der über seine schockierendsten Fälle berichtet. Als Kapazität auch auf dem Gebiet der Forensik ist er nicht nur in Deutschland, sondern auch international als Experte gefragt. Der 65-Jährige gehört als Leiter der Hamburger Rechtsmedizin zu den Koryphäen seiner Zunft. Bei der Aufklärung des Falles des Säurefassmörders Lutz R., der 1992/93 in fast allen Medien Schlagzeilen machte, ist er selbst an seine Grenzen gestoßen. In diesem Fall ging es um zwei Frauen, die von dem Mörder zunächst entführt, in einem Bunker seines Gartens auf unvorstellbare Weise gequält und danach zerstückelt und anschließend in Säure aufgelöst wurden. Erst als eine weitere Frau vom Täter entführt wurde und fliehen konnte, seien die Ermittler auf die Spuren des Mörders gelangt. Der Rechtsmediziner Püschel glaubt, dass "Täter oft ganz anders ticken, als man sich das vorstellt". Klaus Püschel hatte in der Vergangenheit bereits in mehreren Medien auf sich aufmerksam gemacht. ZEIT Online berrichtete am 27.09.2016 darüber und das Hamburger Abendblatt am 13.05.2017. Zum ersten Mal äußerte sich Püschel auch öffentlich darüber, dass DNA-Codes aller Menchen in Deutschland zur Bekämpfung schwerer Kriminalität gespeichert werden sollten. Dies wird aktuell wegen der Flüchtlingssituation neu diskutiert. SPIEGEL Online hatte bereits darüber am 09.05.2017 berichtet.

 

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Kardinal Müller noch immer enttäuscht über seine Ablösung als Leiter der Glaubenskongregation

Bewertung:  / 2

Kein Verständnis für die Entscheidung von Papst Franziskus - SWR führt Exklusivinterview!!

Auch ein halbes Jahr nach seiner Ablösung als Leiter der Glaubenskongregation kann Kardinal Gerhard Ludwig Müller kein Verständnis für die Entscheidung von Papst Franziskus aufbringen. Müller, der am Silvestertag seinen 70. Geburtstag feiert und aus dem Mainzer Stadtteil Finthen stammt, sagte dem SWR in einem Exklusivinterview, dass ihn dieser Schritt des Papstes enttäuscht habe. Der Papst habe ihm keine Gründe dafür genannt und es gebe ja auch keine Gründe dafür. Offenbar lege Franziskus auf seine theologische Haltung oder seine Kompetenz keinen Wert. Er, Kardinal Müller, habe erfahren, dass es auch in der Kirche viel Undank gebe.

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Ist Scientology eine Sekte oder handelt es sich um Wirtschaftskriminalität?

Bewertung:  / 31

Zwischenbericht des Hamburger Arbeitskreises warnt vor Organisation – Scientology unter dem Deckmantel einer Religionsgemeinschaft - Überarbeitete Aufklärungsbroschüre des Bundesministeriums erhältlich!!

von Karin Hurrle

Ist Scientology eine Sekte oder handelt es sich bei ihren Methoden und Vorgehensweisen um Wirtschaftskriminelle? Diesen Fragen ist auch das Hannah-Arendt-Institut in Zusammenarbeit der Technischen Universität Dresden nachgegangen. Laut ihrer Studie hat sich die öffentliche Debatte seit den frühen 90er Jahren mehr und mehr auf die Scientology-Kirche fokusiert. Dies sei nicht etwa deshalb geschehen, weil sich Scientology in auffälliger Weise anders als in den Jahrzehnten vorher verhalten hätte. Vielmehr habe diese neureligiöse Bewegung die Nachfolge anderer Gruppierungen genau in jenen Augenblicken übernommen, als diese keinen Stoff für weitere medienträchtigen Skandalisierungen mehr boten und die Öffentlichkeit das Interesse an ihnen verloren habe. Bereits im Juni 1997 erging ein Beschluss der Innenministerkonferenz, die Scientology-Kirche durch die Verfassungsbehörden des Bundes und der Länder (außer Schleswig-Holstein) beobachten zu lassen. Vorausgegangen seien laut dieser Studie massive Vorwürfe, dass die Gruppierung unter dem Deckmantel einer Religionsgemeinschaft und unter Missachtung der Rechtsordnung verfassungsfeindliche Ziele verfolge, Methoden der Wirtschaftskriminalität anwende und Psychoterror gegen ihre Mitglieder ausübe. Die Vorwürfe haben sich laut der Studie nicht nur durch Observationen und zahlreiche Gerichtsverfahren erhärtet, Verfassungsschützer seien außerdem zu dem Ergebnis gelangt, dass es sich bei der gefürchteten Organisation um eine lautstark und mitunter aggressiv auftretende Gruppe handele, die gegen ihren medial und politisch opponierenden Gegner vorgehe. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde eine Aufklärungsbroschüre in einer aktuellen Fassung vom Bundesverwaltungsamt 1998 herausgegeben. Wegen aktuellen Medienberichten der Unterwanderung von Scientology hat auch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz einen Bericht herausgebracht. Die Rhein-Zeitung und FOCUS hatten ebenfalls darüber berichtet. Scientology-Aussteiger, Betroffene, Angehörige und weitere Bezugspersonen können sich an die Scientology-Krisenberatungsstelle beim Bayerischen Landesjugendamt wenden. Sie bietet Ratsuchenden eine erste pädagogisch-psychologische Beratung, Unterstützung und Krisenhilfe an. Bei Bedarf wird an entsprechende öffentliche, kirchliche und private Stellen wie Rechtsanwälte, Schuldnerberatungsstellen, psychosoziale Beratungsstellen, Therapeuten, Selbsthilfegruppen, sowie an andere ambulante und stationäre Einrichtungen weitervermittelt. Die SO-Krisenberatungsstelle ist aus dem Festnetz zum Ortsgesprächstarif erreichbar. Telefon: 0180 100 00 42.

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Bestes Team: Recherchekooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung für „Paradise Papers“ ausgezeichnet

Bewertung:  / 5

Jury würdigt die investigativen Nachforschungen und Berichte der Recherchekooperation

Die Recherchekooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hat von der Branchenzeitschrift „medium magazin“ die Auszeichnung als bestes Team 2017 erhalten. Der Preis wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Journalisten des Jahres“ vergeben. Damit würdigt die Jury die investigativen Nachforschungen und Berichte der Recherchekooperation zu den „Paradise Papers“. NDR Intendant Lutz Marmor: „Gratulation zu dieser Auszeichnung! Sie ist eine weitere Bestätigung für die exzellente Zusammenarbeit unserer Teams. Dafür möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bei unseren Partnern von der Süddeutschen Zeitung und dem WDR herzlich bedanken.“ Die Jury – sie besteht aus rund 100 Journalisten und Medienexperten – wies darauf hin, dass die Investigativteams von NDR, WDR und SZ als Teil eines internationalen Netzwerks rund 13,4 Millionen Dokumente auswerteten. Daraus entstanden seien große multimediale Dokumentationen und etliche Folgegeschichten, die aufdeckten, wie Reiche und Mächtige Steuern vermeiden.

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